Freitag, 10. September 2021

Wirbelsturm auf der Insel Pantelleria: 2 Tote, 9 Verletzte

Ein Wirbelsturm auf der Insel Pantelleria hat nach Angaben von Rettungskräften 2 Menschen getötet und 9 weitere verletzt. Der Wirbelsturm soll mindestens 10 Autos getroffen haben. Die Todesopfer sollen in den Autos gewesen sein. Sie wurden aus ihren Fahrzeugen geschleudert, wobei eines auf eine niedrige Mauer und das andere auf den Boden prallte.

Eine Windhose wie diese auf einer Archivaufnahme soll am Freitag 2 Menschen auf Pantelleria das Leben gekostet haben.
Eine Windhose wie diese auf einer Archivaufnahme soll am Freitag 2 Menschen auf Pantelleria das Leben gekostet haben.
Die beiden Toten sind Inselbewohner. Es handelt sich um Giovanni Errera, einen 47-jährigen Feuerwehrmann, und den 86-jährigen Rentner Francesco Valenza. Die beiden waren in ihren Autos auf der Straße zum bekannten Venussee unterwegs, als sie von dem Wirbelsturm erfasst wurden.

Der Bürgermeister von Pantelleria, Vincenzo Campo, der die Rettungsmaßnahmen verfolgt und koordiniert, bestätigt die Meldungen. „Es gibt 2 Tote und mehrere Verletzte“, sagt er. „Es war sicherlich ein Wirbelsturm, der Häuser und auch mehrere Autos erfasst hat. Der Rettungseinsatz ist im Gange. Wir sind noch dabei, den Vorfall zu bewerten.“ Die Rettungsdienste seien bereit, von Lampedusa aus mit einem Hubschrauber einzugreifen – wenn die Wetterbedingungen es zulassen.

Sizilien wird von einer Unwetterwelle heimgesucht, das Amt für Zivilschutz hat bereits eine Wetterwarnung für den morgigen Samstag herausgegeben.

9 Personen gelten als verletzt, die Suche nach Vermissten dauert jedoch noch an.

Rettungskräfte sprechen von apokalyptischen Szenen: Der Wirbelsturm kam vom Meer her und fegte in Sekundenschnelle Häuser und Autos davon.

„Ich konnte den Regen und den starken Wind spüren, etwas sehr Ungewöhnliches für unsere Insel. Alles geschah in einem Augenblick“, sagt ein Augenzeuge. Sein Haus liegt weniger als einen Kilometer von der Stelle entfernt, an der der Wirbelsturm Häuser und Autos traf und Tod und Zerstörung anrichtete. „Von der Intensität des Regens her sah es aus wie ein Tornado, der vom Meer kam“, sagt er, „wir konnten nicht aus dem Haus gehen, weil der Wind so stark war. Irgendwann gingen sogar die Lichter aus.“

„Ich bete zu Gott, dass sich die Schäden nicht verschlimmern, und ich bin den Familien nahe, die so plötzlich von dem Sturm betroffen sind“, sagt der Präsident der Region, Nello Musumeci, der „in ständigem Kontakt mit dem Direktor des regionalen Zivilschutzes steht, der bereits aktiviert wurde“.

Sehen Sie in der Bildergalerie aktuelle Fotos, die die Zerstörung durch den Sturm dokumentieren.

ansa/stol