Heute ist der letzte traumhaft sonnige Tag dieser lang anhaltenden Schönwetterphase. Schon am Wochenende stellt sich das Wetter nachhaltig um. <h3> Es geht Richtung Winter</h3>„Das Hoch schwächt sich ab und von Süden gelangen feuchtere Luftmassen nach Südtirol“, berichtet Landesmeteorologe Dieter Peterlin. Vorerst bleibt es noch relativ mild, ab Mitte der nächsten Woche scheint es dann deutlich abzukühlen. <BR /><BR />Wie kalt und schneereich dieser werden könnte, das beschäftigt derzeit nicht nur Otto Normalverbraucher, sondern auch Meteorologen. Sie erstellen mittel- und langfristige Prognosen, um vorherzusagen, wie die kalte Jahreszeit wird. <BR /><BR />Bei solchen „saisonalen Vorhersagen“ untersuchen die Wissenschaftler Faktoren, die das Wetter langfristig prägen. In diesem Jahr erzeugen das Klimaphänomen „La Niña“ und der Polarwirbel, ein Starkwindband im hohen Norden, besonderes Interesse. <BR /><BR />„Die momentanen ‚La Niña‘-Bedingungen sorgen für eine Abkühlung der Meeresoberfläche im Pazifik. Obendrein ist der Polarwirbel geschwächt, sodass es häufiger zu Kaltlufteinbrüchen in Mitteleuropa kommen könnte“, so der Landesmeteorologe.<BR /><BR /><embed id="dtext86-72274216_quote" /><BR /><BR />Diese Ansätze werden derzeit unter internationalen Experten diskutiert. „Aber daraus lassen sich keine zuverlässigen Prognosen für ein bestimmtes Gebiet oder für einen längeren Zeitraum erstellen“, stellt Peterlin klar. <BR /><BR /> Erst vor einem halben Jahr gab es ein gutes Beispiel für einen Prognose-Fauxpas samt Panikmache. „Manche Boulevardzeitungen haben aufgrund ähnlicher Überlegungen die Behauptung in den Raum gestellt, dass es einen ‚Höllensommer‘ geben wird. Der zu kühle Juli hat uns das Gegenteil gezeigt“, sagt der Landesmeteorologe. <BR /><BR />Wirklich zutreffende Prognosen würden sich weiterhin nur auf einen Zeitraum von maximal zehn bis zwölf Tagen beschränken. Und in diesen könnte es vielleicht tatsächlich winterlich werden.