In fast jeder zweiten Gemeinde ging die Bevölkerungszahl im Jahr 2022 zurück. Zwei Städte verzeichnen ein Plus, während andere inzwischen weniger Bewohnerinnen und Bewohner haben. <BR /><BR />Die größten Wachstumsraten verzeichnen demnach die Gemeinden Pfalzen mit einem Plus von 33 pro 1000 Einwohnern (in Zahlen: 100 mehr), Kurtinig an der Weinstraße (plus 23,9 Promille, 16 Personen), Franzensfeste (plus 23,3 Promille; 25 Personen) und Natz-Schabs (plus 22 Promille; 73 Personen).<BR /><BR />Insgesamt verzeichneten im Vorjahr mit 54 knapp die Hälfte aller Südtiroler Gemeinden einen Bevölkerungsrückgang, wobei die Gemeinden Laurein mit minus 24,9 Promille (8 Personen) und Gargazon (minus 24,6 Promille, 44 Personen) als einzige Minus-Werte über 20 Promille aufweisen. Es folgen in der Minus-Skala Schnals mit minus 19,2 Promille (24 Personen) und Hafling (minus 18,7 Promille; 15 Personen). <BR /><BR /> <div class="embed-box"><div class="container-wrapper-genially" style="position: relative; min-height: 400px; max-width: 100%;"><img src="https://img.genial.ly/5fd380c29270490f70f47a03/f30fb79b-ab39-43a4-b16e-6acb3b0565c8.jpeg" class="loader-genially" style="position: absolute; top: 0; right: 0; bottom: 0; left: 0; margin-top: auto; margin-right: auto; margin-bottom: auto; margin-left: auto; z-index: 1;width: 80px; height: 80px;"/><div id="647c9f2a7f3ecd001a8747f5" class="genially-embed" style="margin: 0px auto; position: relative; height: auto; width: 100%;"></div></div><script>(function (d) { var js, id = "genially-embed-js", ref = d.getElementsByTagName("script")[0]; if (d.getElementById(id)) { return; } js = d.createElement("script"); js.id = id; js.async = true; js.src = "https://view.genial.ly/static/embed/embed.js"; ref.parentNode.insertBefore(js, ref); }(document));</script></div> <BR /><BR /><BR />Die Wohnbevölkerung der Landeshauptstadt Bozen hat 2022 zum dritten Mal in Folge abgenommen. Betrug der Rückgang im Jahr 2021 noch minus 4,3 je 1000 Einwohner, lag dieser Wert 2022 bei minus 4,6 Promille und somit minus 494 Personen. Auch in Bruneck ist die Bevölkerungszahl im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken, nämlich um ein Promille (17 Personen. Die Städte Meran und Brixen können hingegen einen Bevölkerungszuwachs vorweisen; Brixen ein Plus von 7,6 Promille und damit 88 Personen mehr und Meran ein Plus von 3,9 Promille (312 Personen). <h3> 96 der 116 Gemeinden unter 5000 Einwohner</h3>Die Hälfte (56,4 Prozent) der Südtiroler lebt in ländlichen Gebieten, d.h. in einer der 109 Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohnern. Der Großteil dieser Gemeinden hat Dorfcharakter. 96 von 116 Gemeinden verzeichnen weniger als 5000 Einwohner, nahezu ein Viertel aller Gemeinden (30) 1001 bis 2000 Einwohner. Die Gemeinden Altrei, Kuens, Laurein, Proveis und Waidbruck zählen weniger als 500 Ansässige. <BR /><BR />Rund 232.400 Menschen wohnen in den Stadtgemeinden: 106.107 sind es allein in der Landeshauptstadt Bozen, auf die sich ein Fünftel der Gesamtbevölkerung konzentriert. Meran zählt aktuell 41.071 Bürgerinnen und Bürger (7,7 Prozent der Südtiroler Wohnbevölkerung). An dritter Stelle steht mit 22.816 Einwohnerinnen und Einwohnern Stadt Brixen (4,3 Prozent). In den anderen Gemeinden städtischer Größenordnung (Leifers, Bruneck, Eppan a.d.W. und Lana) haben insgesamt etwa 62.400 Personen bzw. 11,7 Prozent der Südtiroler Bevölkerung ihren Wohnsitz. <h3> Über 5000 Frauen mehr als Männer in Südtirol</h3>Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist weiblich: Die Zahl der in Südtirol lebenden Frauen übersteigt die Zahl der Männer um 5123 Einheiten (271.106 zu 265.983). Anders ausgedrückt entfallen 98,1 Männer auf 100 Frauen. <BR /><BR />39 Prozent der Südtirolerinnen und Südtiroler sind verheiratet (oder gesetzlich getrennt); 179 Männer und 126 Frauen leben in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft (zwischen Personen desselben Geschlechts). Die Hälfte der Südtiroler ist ledig.<BR /><BR />Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist ledig, wobei mehr Männer (55,4 Prozent) als Frauen (48) unverheiratet sind. Von den fast 30.000 Verwitweten hingegen ist der Großteil weiblich: Die Zahl der Witwen (24.615) ist fast fünfmal so hoch wie jene der Witwer (5257), da Frauen üblicherweise jünger als ihre Ehepartner sind und älter werden. Etwa 19.900 Personen sind geschieden. Da Männer stärker dazu tendieren, wieder zu heiraten, überwiegen auch hier die Frauen (11.403 gegenüber 8486).<h3> Durchschnittshaushalt hat 2,3 Mitglieder</h3>Bei den Haushaltsstrukturen ist ein anhaltender Trend hin zu kleineren Familienformen zu beobachten. Als Folge des veränderten Heiratsverhaltens, des größeren Trennungs- und Scheidungsrisikos sowie der geschlechtsspezifischen Mortalität legen Einpersonenhaushalte und Teilfamilien zahlenmäßig zu, während Großfamilien langsam schwinden. Die durchschnittliche Haushaltsgröße hat sich laut ASTAT in den letzten 5 Jahren nicht verändert und beträgt weiterhin 2,3 Mitglieder.<BR />