Montag, 22. Juni 2015

WoBi-Skandal: Haft und Entlassung für Stefano Grando

Mit einem Schuldspruch über Stefano Grando wurde am Bozner Landesgericht ein Schlussstrich unter den WoBi-Skandal gesetzt.

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Foto: © STOL

Die Anklage gegen den Ex-Direktor des Wobi-Mieterservice lautete auf Bestechung. Der Mitangeklagte Unternehmer Arcadio Stimpfl und dessen Firma Top Green wurde hingegen von allen Anklagepunkten freigesprochen.

Im Juni 2010 war er zusammen mit weiteren  Beamten und Unternehmern verhaftet worden. Der Vorwurf lautete damals Betrug, Bestechung und Erpressung.

Während sich alle anderen Involvierten mit gerichtlichen Vergleichen aus der Affäre gezogen haben, musste sich Stefano Grando, der Ex-Direktor des Mieterservice Bozen, Überetsch und Unterland und der Unternehmer Arcadio Stimpfl in einem Hauptverfahren verantworten.

Das Richterkollegium unter dem Vorsitz von Carla Scheidle kam zum Schluss, dass sich Grando in vier der fünf vom Staatsanwalt beanstandeten Fälle schuldig gemacht habe. Die Richter verurteilten Grando zu drei Jahren Haft. Zudem verfügten sie die sofortige Entlassung Grandos. Außerdem darf er für eineinhalb Jahre keine Verträge mit der öffentlichen Hand abschließen und für fünf Jahre kein öffentliches Amt bekleiden.

Stimpfl und seine Firma Top Green hingegen wurden von allen Vorwürfen freigesprochen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Grandos Verteidiger hat bereits angekündigt, gegen das Urteil Berufung einzulegen.

em

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Den ausführlichen Bericht und alle Hintergründe zum WoBi-Skandal-Urteil lesen Sie in der Dienstags-Ausgabe der „Dolomiten“

stol