„Wenn auch der meteorologische Spezialbericht keine Besonderheiten aufweist, so sind die fürs Wochenende und Montag vorhergesagten Niederschläge doch genauestens zu beobachten“, so der Zivilschutz.Derzeit können sich auch Neuschneemengen zwischen zehn und 20 Zentimeter sich problematisch auswirken, betont der Meteorologe Werner Verant vom Landeswetterdienst.Von Freitagnachmittag Nachmittag bis in der kommenden Nacht seien zwischen zehn und 20 Zentimeter Neuschnee in den Südstaulagen zu erwarten. Die Schneefallgrenze liegt dabei zwischen 700 und 1000 Höhenmetern. Dasselbe Wetterszenario wiederhole sich von Samstagabend bis Sonntagvormittag. Auch in der Nacht von Montag auf Dienstag dürfte es Niederschläge geben. Dabei kann auch etwas mehr Schnee - zwischen 15 und 30 Zentimeter - fallen. Lawinengefahr kann steigenBei einem am Donnerstag durchgeführten Erkundungsflug der Lawinenexperten wurden noch beladene Hänge vorgefunden, deshalb wird am Samstag, 8. Februar, das Gebiet Ortler und Ulten voraussichtlich von der Gefahrenstufe 3 (erheblich) auf die Stufe 4 (stark) angehoben werden. Ein großer Teil der Stettiner Hütte wurde von einer spontan abgegangenen Lawine zerstört. Rutschungen und SteinschlagDer geologische Aspekt der aktuellen Lage bedarf weiterer genauester Beobachtungen. Auch in den Tallagen sind die Hänge übersättigt. Es kommt andauernd zu kleineren Rutschungen. Die Landesgeologen sind über das Wochenende im Bereitschaftsdienst. Durch die Regenfälle kann es zu weitern Rutschungen und Steinschlägen kommen.Die Landesabteilung Wasserschutzbauten hat alle Bäche und Flüsse unter Kontrolle, die derzeit noch keine Probleme verursachen. Genauere Beobachtungen erfordern die Lawinenschutzbauten, die teils bereits mit Schnee gefüllt sind und zusätzliche Mengen nicht mehr zurückhalten können. Freiwillige Feuerwehren in entlegenen Gebieten im EinsatzDie Berufsfeuerwehr berichtet von mehreren Einsätzen auch von den vielen Freiwilligen Feuerwehren in entlegenen Gebieten. Die auf gefährdeten Höfen zurückgebliebenen Bauern, die ihr Vieh versorgen müssen, werden von den örtlichen Feuerwehren nach Möglichkeit unterstützt. Der Einsatz der Berufsfeuerwehr im Bellunesischen wird am Freitagabend abgeschlossen. Einige Freiwillige Feuerwehren aus dem Gadertal sind in der Nachbarregion in Arabba behilflich.StraßenDie Verkehrsmeldezentrale gibt folgendes Bild: Die Südspur der Brennerautobahn bleibt weiterhin zwischen Kilometer 69 und 74 gesperrt. Die Umleitung erfolgt über die Nordspur. Die Mendelpassstrasse muss mindesten bis zum 12. Februar gesperrt bleiben. Seit Weihnachten sind in Südtirol je nach Gegend zwischen 130 Millimeter und 370 Millimeter Niederschlag gefallen. Die Höchstwerte wurden auf der Achse Ortler, Ulten, Passeier, Brenner und im Ahrntal gemessen, die niedrigsten betreffen den Oberen Vinschgau und das Eisacktal.