Montag, 01. März 2021

Wöchentliche Corona-Massentests für alle Grundschüler

Ab Donnerstag werden Kinder an Südtirols Grundschulen einem sogenannten Nasenbohr-Test unterzogen. Richtig losgehen soll es mit diesem Corona-Pre-Screening am 8. März. Ab da sollen alle 27.500 Grundschüler bis zum Ende des Schuljahres idealerweise 2 Mal – mindestens jedoch einmal – pro Woche getestet werden.

An den Schulen wird auf Hochtouren getestet.
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An den Schulen wird auf Hochtouren getestet. - Foto: © Shutterstock / shutterstock
Am Donnerstag geht es los mit den Tests an den rund 300 Grundschulen im Land: In der laufenden Woche werden laut Florian Zerzer, Generaldirektor des Sanitätsbetriebs, einige 1000 Schüler getestet, ab nächster Woche soll sich jeder der 27.500 Grundschüler im Lande bis Ende des Schuljahrs mindestens einmal pro Woche einem Nasenbohr-Test unterziehen. Heute sollen die ersten 30.000 Testkits eintreffen, sagt Zerzer.

Und heute beginnt für die Grundschüler in allen Gemeinden, außer jenen 12, in denen die Südafrika-Variante kursiert, die Schule wieder im Präsenzunterricht.

Terminals werden eingerichtet

Dieser Tage werden eilig die Weichen gestellt. An allen Schulen werden in Zusammenarbeit mit dem Weißen und Roten Kreuz sogenannte Terminals eingerichtet, wo die Tests dann stattfinden, über Webinare werden die Lehrer darauf vorbereitet, was sie und die Schüler erwartet.

Zudem werden noch die Richtlinien erarbeitet, was passiert, wenn ein Schüler positiv getestet wird und welche Auswirkungen es auf die Klassenkollegen hat.

So funktioniert der Test

„Bei diesen Tests handelt es sich um ein Pre-Screening, die Spezifizität und die Sensibilität ist sehr hoch. In Italien ist das Ergebnis nicht als Diagnostik anerkannt. Aber wenn ein Schüler damit positiv getestet wird, wird er einem PCR-Test unterzogen“, erklärt Zerzer. Beim Nasenbohr-Test werden die Nasenlöcher innen mit einem Wattestäbchen abgestrichen, ein tiefes Eindringen ist nicht notwendig.

Diesen Test machen nicht Krankenpfleger, sondern dafür ausgebildete Mitarbeiter des Roten und Weißen Kreuzes, möglich wäre sogar ein Selbsttest. Im Ausland ist dieser Selbsttest zugelassen und wird beispielsweise über Apotheken vertrieben. „Wir werden die Tests nicht den Schülern mit nach Hause geben – es muss schon überprüft werden, dass der Test richtig durchgeführt und korrekt mit der Testflüssigkeit vermischt wird“, sagt Zerzer.

Flächendeckende Tests

Ab der 2. Märzwoche soll mit den Tests flächendeckend begonnen werden. Geplant wäre, bis Ende des Schuljahrs jeden Schüler zweimal pro Woche zu testen. Natürlich hat die ganze Sache eine Variable: die Testkits. „Wir haben größere Mengen bestellt und hoffen, dass alles ankommt. Klappt es in der Schule gut, sind diese Tests auch für Betriebe denkbar“, sagt Zerzer. In der Schule hofft man, durch diese Tests und die vielen bereits geimpften Lehrer die Ausbreitung des Virus gut in den Griff zubekommen. Zusätzliche Schützenhilfe erwartet man sich von den höheren Temperaturen, bei denen auch im vergangenen Jahr die Zahl der Infektionen deutlich sank.

uli

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