Fachleute haben stabile Rudel nördlich und östlich Roms festgestellt. Auch südlich der Stadt breitet sich die Art weiter aus.<BR /><BR />„Wir beobachten die Präsenz von Wölfen in den Randgebieten der Hauptstadt seit mehr als zehn Jahren“, sagte der Zoologe Marco Antonelli, der das Wolfsmonitoring an der römischen Küste koordiniert gegenüber der römischen Tageszeitung „Il Messaggero“. Stabile Rudel seien unter anderem im Gebiet des Parco di Veio und des Naturreservats Marcigliana nachgewiesen worden. Im Süden reiche das Verbreitungsgebiet von den Albaner Bergen über Decima Malafede bis zum Landgut des italienischen Präsidenten Castelporziano. Zudem werden immer wieder Wölfe, darunter vor allem jüngere Tiere, nach Verkehrsunfällen tot an Straßenrändern gefunden. Nach Einschätzung der Experten handelt es sich um eine natürliche Rückkehr der Art in Gebiete, aus denen sie in früheren Jahrhunderten durch den Menschen verdrängt worden war.<BR /><BR />Der Tierarzt und frühere Leiter des römischen Tierparks, Federico Coccia, warnt vor unnötiger Panik. Die Herausforderung bestehe darin, das Zusammenleben mit der Wildtierart zu lernen und dabei den Schutz der Wölfe, der Menschen und der Haustiere gleichermaßen zu berücksichtigen.<BR /><BR />Ein Thema sei auch die mögliche Kreuzung von Wölfen und Hunden. Beide gehören zur Art „Canis lupus“ und können sich daher miteinander fortpflanzen. Ob es sich bei einem Tier tatsächlich um einen Hybriden handelt, lasse sich jedoch nicht allein anhand seines Aussehens feststellen. Dafür seien genetische Untersuchungen erforderlich, sagte Coccia.<BR /><BR />Für das Zusammenleben mit Wölfen gelten nach Angaben der Experten einige grundlegende Regeln. In bewohnten Gebieten sollten keine Lebensmittelreste in der Nähe von Häusern zurückgelassen werden. <BR />Haustiere sollten nicht frei herumlaufen und insbesondere nachts sicher untergebracht werden. In der Natur sollten Wölfe weder gefüttert noch absichtlich angenähert werden. Hunde sollten an der Leine geführt werden.<BR /><BR />Kommt es zu einer unmittelbaren Begegnung, sollte man Ruhe bewahren, laut sprechen, etwa durch Klatschen auf sich aufmerksam machen und sich langsam rückwärts entfernen. Plötzliche Bewegungen sollten vermieden werden.