„Auf diese Weise wäre vielen Menschen sehr geholfen“, ist der Ideator und Einbringer des entsprechenden Beschlussantrages im Kalterer Gemeinderat, Walter Bernard von der Liste Zukunft@Kaltern, überzeugt. <BR /><BR />Herzstück der Idee ist eine digitale Plattform auf der potentielle Vermieter leerstehende Wohnungen und Stauräume anbieten können. Bernard denkt dabei vor allem an Besitzer von Ferienwohnungen, die ein Interesse haben, außerhalb der touristischen Saison, ihre Räume zur Verfügung zu stellen. Aber nicht nur. Nachdem leerstehende Wohnungen künftig höher besteuert werden, dürfte auch hier einiges an Potential frei werden.<BR /><BR />Die Nachfrage vonseiten privater Bauherren wäre jedenfalls groß, sagt Bernard. Tatsächlich wird im ganzen Land fleißig gebaut, vielfach auch animiert von den nach wie vor geltenden Steuerboni. Und sehr häufig wissen viele nicht, wo sie während der Bauphase unterkommen sollen. Häufig würde aber auch nur die Möglichkeit, für die Bauzeit sein Hab und Gut irgendwo sicher unterstellen zu können, genügen. Hier sieht der Vorschlag von Bernard vor, dass die Gemeinde mehrere Container anmieten und einen geeigneten Standort für diese bereitstellen soll, wenn die angebotenen Räumlichkeiten auf der Plattform nicht ausreichen. <BR /><BR />„Auch diese könnten die Bürger dann für eine bestimmte Zeit anmieten.“ Der Aufwand für die Gemeinde wäre überschaubar, so Bernard. Finanziell sei er gleich null und organisatorisch könnte sich eine Arbeitsgruppe um die Abwicklung kümmern. Die Hilfe für die Bürger wäre hingegen enorm, meint Bernard, der darauf verweist, dass unbürokratische schnelle Unterstützung für seine Bürger eine der Hauptaufgaben der öffentlichen Hand sein sollte. „Dies haben wir in Kaltern bei der Erstellung des Gemeindeentwicklungsplanes ausdrücklich in den Mittelpunkt gestellt“, so Bernard. <BR /><BR />Trotzdem wurde sein Vorschlag zu den Ersatzwohnungen jetzt von der Mehrheit abgelehnt. Und dies obwohl sich viele seiner Ratskollegen im Vorfeld sehr positiv zu seinem Vorschlag geäußert hätten. Deshalb hofft er nun, dass andere Gemeinden offen für die Idee sein werden. Und Kaltern dann doch noch nachziehen wird.