Die Mietrückstände seien ein Problem, dem sich das Institut intensiv stelle, so Pfitscher. 1452 Mieter scheinen mit Rückständen auf, aber viele hätten laut Wobi-Chef nur die letzte Monatsmiete nicht oder verspätet gezahlt.Dies seien vier Prozent von 12.400 Wobi-Mietern – „ein Prozentsatz, der im Vergleich zu anderen Instituten Italiens äußerst gering ist“, stellt Pfitscher klar. Dort betragen die Mietrückstände bis zu 90 Prozent.Trotzdem bemühe sich das Wobi, die Rückstände durch monatliche Rechnungsstellung, über Mahnschreiben, Räumungsdekrete und Zwangsräumungen zu reduzieren. 2011 wurden 32 Räumungen vollstreckt.Insgesamt seien die Mietrückstände von 2,4 Mio. Euro im Vorjahr auf 1,7 Mio. Euro gesenkt worden, was laut Pfitscher auf eine strenge Vorgangsweise des Institutes zurückzuführen sei.Außerdem müsse man diese Summe im Verhältnis zu den Gesamtmieteinnahmen mit Nebenspesen von rund 56 Mio. Euro sehen. „Wer nicht zahlt, verliert die Wohnung. Auch in den Arbeiterwohnheimen, wo das Institut 500 Betten mit jährlichen Einnahmen von 1,5 Mio Euro verwaltet, liegen die Rückstände mit 65.000 Euro bei vier Prozent“, sagt Pfitscher.Wenn 800 Mieter überhaupt keine Miete, aber die Kondominiumsspesen und ein Viertel der Mieter weniger als 100 Euro zahlten, so fuße dies auf Gesetzen. Das Wobi wäre dafür, eine Mindestmiete von 50 Euro monatlich einzuführen – ganz nach dem Grundsatz, dass „eine Wohnung nur geschätzt wird, wenn sie etwas kostet.“