Dienstag, 03. Oktober 2017

Wohnen im Alter: Einfach "eine" Wohnung ist zu wenig

Derzeit ist ein Viertel der Bevölkerung über 60 Jahre alt, 2030 wird es bereits ein Drittel sein. Da stellt sich die Frage nach dem "Wie wohnen?" um so mehr, denn der Wohnraum muss qualitativ an die Erwartungen und Ansprüche der älteren Menschen angepasst werden.

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Foto: © LPA

Anlässlich des nationalen Großelterntages und des internationalen Tages des älteren Menschen haben die Landesgeneralsekretäre der Rentnerfachgewerkschaften Agb/Cgil, Sgb/Cisl, Sgk/Uil und Asgb :Gastone Boz, Bruno Falcomatà, Mariapaola Manovali und Stephan Vieider gemeinsam mit Heiner Schweigkofler, Wobipräsidenten und dem zuständigen Landesrat Christian Tommasini ein Einvernehmensprotokoll unterzeichnet.

Geplant sind eine Reihe von jährlichen Treffen, um über Investitionen, neue Bauvorhaben und Renovierungsabsichten von Bestehendem zu diskutieren, wie über einen Austausch zu Wohnungsverfügbarkeit, technische Anpassungen, Zusammenarbeit mit den Sozialdiensten und dem Volontariat zu sprechen.

"Neue Strategien müssen ins Feld gebracht werden, um den Bedürfnissen der älteren Menschen gerecht zu werden", sagt der Landeshauptmannstellvertreter Christian Tommasini. Es brauche eine neue Wohnensphilosophie, die sich für einen Abbau von Barrieren und einen Ausbau des sozialen Netzes in den Kondominien und in den Stadtvierteln ausspreche. Daher komme dieses Einvernehmensprotokoll, das besonders das Land Südtirol mit in die Verantwortung zieht, gerade recht.

Wobi will auf Senioren eingehen 

"Das Wohnbauinstitut will seine wichtige Rolle in der Südtiroler Gesellschaft stärken", sagt der Präsident Heiner Schweigkofler und ergänzt: "in dieser Optik ist eine Zusammenarbeit vom Wobi mit anderen Organisationen unerlässlich, um den Zusammenhalt in der Nachbarschaft zu stärken. Das Wobi verfolgt diese Linie schon seit Jahren, weil wir nicht einfach nur ein Wohnbauinstitut sind, das Wohnungen baut und verwaltet, sondern weil wir auf Wohnen mit Qualität zielen.“

Bruno Falcomatà von der Rentnergewerkschaft bekräftigt die Besonderheit dieses Einvernehmensprotokolls, "das uns davor bewahrt, nicht unvorbereitet auf die nächste Zukunft zuzugehen".

"Verbesserungen zugunsten des dritten Lebensabschnittes sind uns ein wichtiges Anliegen, weil unsere Wohnungen allen Ansprüchen gerecht werden müssen", so der Wobi-Vizedirektor Ing. Minotti. Luca Telluri, Präsident von Federcasa lobt die Arbeit des Wobi: "die Praktiken des guten Bauens, die in Bozen so gut funktionieren ,sollen auf dem ganzen Territorium angewandt werden."

Weniger oft ins Heim

Der Tiroler Klaus Lugger von der "Neuer Heimat Tirol" spricht von den Erfahrungen unserer Nachbarn in diesem Sektor. "Wir haben in die Instandhaltung, wie die Errichtung von Aufzügen, Handläufen, das Verlegen von Antirutschbodenbelägen investiert, die dazu beigetragen haben, Umzüge von Betroffenen in Seniorenwohnheime zu verzögern und gar zu verhindern."

stol

stol