Montag, 02. Oktober 2017

Wohnen im Alter: Vorbereitungen für Zukunft treffen

Im Jahr 2030 wird in Südtirol jeder dritte Mensch über 60 Jahre alt sein. Um dieser Herausforderung vor allem im Hinblick auf das Wohnen zu begegnen, haben die vier Gewerkschaftsverbände der Rentner des Landes, AGB, AGB, SGK und ASGB, mit dem Landeswohnbauinstitut WoBi und der Unterstützung des Landes am Montag in Bozen die Tagung „Wohnen im Alter“ organisiert.

Es ist notwendig, Senioren geeignete Wohnungen zu bieten und ein Netz von Beziehungen zu schaffen. Es ist an der Zeit, Vorbereitungen für die Zukunft zu treffen.
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Es ist notwendig, Senioren geeignete Wohnungen zu bieten und ein Netz von Beziehungen zu schaffen. Es ist an der Zeit, Vorbereitungen für die Zukunft zu treffen. - Foto: © shutterstock

Beziehungsnetzwerke und neue Modelle

„Die Menschen in Südtirol leben länger und sie sollen auch besser leben, dafür wollen wir die Voraussetzungen schaffen“, betonte Wohnbau-Landesrat Christian Tommasini bei der Tagung. Lebensqualität und Autonomie würden für Senioren auch wesentlich mit der Wohnsituation zusammenhängen, so der Landesrat.

„Wir müssen für Senioren nicht nur Wohnungen bauen, diese anpassen und zuweisen, sondern vor allem ältere Menschen in ein Netzwerk von Beziehungen integrieren, damit sich Senioren gegenseitig unterstützen, aber auch von außen besser unterstützt werden können“, unterstrich Tommasini. Dafür gelte es neue Wohnmodelle zu finden.

Gemeinsam für hochwertiges Wohnen

„Wir wollen aktiv dazu beitragen, dass unsere Wohnhäuser und Wohnviertel Orte sind, an denen Lebensnetzwerke verfügbar sind und wo es sich gut leben kann“, unterstrich auch der Präsident des Instituts für den sozialen Wohnbau Wobi, Heiner Schweigkofler. Die Tagung helfe, Wohnmodelle anderer Orte kennen zu lernen und für Südtirol zu planen, so der Wobi-Präsident.

Walter Bernardi, Vertreter der Rentnergewerkschaften, verwies auf die wichtige gemeinsame Arbeit für Senioren von verschiedenen Organisationen auf mehreren Ebenen vor allem auch im Hinblick auf das Einvernehmensprotokoll für das Wohnen von Senioren, das bei der Tagung unterzeichnet wurde.

Mit dem Einvernehmensprotokoll bekunden die Gewerkschaftsverbände der Rentner des Landes AGB, SGB, SGK und ASGB sowie das WoBi das gemeinsame Interesse, die Probleme älterer Menschen bzw. älterer Mieter zu berücksichtigen und dafür eine gute Lösung zu finden.

Diskussionsrunde

Über das Wohnen im Alter in Tirol berichtete Klaus Lugger von der Organisation „Neue Heimat Tirol“, die für das Land Tirol sozialen Wohnbau betreibt und für 17.000 Wohnungen zuständig ist. Wie Wohnen im Alter in Italien aussieht, berichtete Luca Talluri, Präsident der Federcasa Italia, eine Organisation, die 114 Wohnkörperschaften in ganz Italien vereint.

Im Anschluss an die Tagung diskutierte Landesrat Tommasini mit Lugger, Talluri, Schweigkofler und Gastone Boz am Runden Tisch über das Wohnen im Alter. 

lpa/stol

stol