Gelingt es, den vielen Uni-Studenten in Bozen endlich genügend Unterkünfte zur Verfügung zu stellen? „Es muss“, sagt Vizebürgermeister Stephan Konder nach einem Gespräch mit Uni-Direktor Günther Mathá.<BR /><BR />Die Uni Bozen braucht Platz, nicht für ihre Fakultäten, sondern für ihre Studenten, die in Bozen keine Betten finden. Um dem entgegen zu wirken, hat die Gemeinde eine Markterhebung durchgeführt, bei der 3 Projekte (allesamt Neubauten) als geeignet befunden wurden.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1011882_image" /></div> <BR />Doch die Zeit drängt: „Ich habe jüngst mit Uni-Direktor Günther Mathá gesprochen und wir sind uns einig, dass bis zum Herbst 2026 750 Betten verfügbar gemacht werden müssen“, berichtet Konder von der Aussprache. Ob die 3 Unternehmer diese Aufgabe stemmen können, soll jetzt in Gesprächen geprüft werden. „Dass der Wiederaufbaufonds PNNR seit kurzem auch Geld für Studentenheime vorsieht, dürfte den Unternehmer zu Gute kommen“, erklärt Konder. <BR /><BR />Ob das Ziel jedoch bis Herbst 2026 wirklich erreicht werden kann, sei auszuloten und ein Plan zu erstellen, wie das Vorhaben verwirklicht werden kann. Selbst wenn alle 3 Studentenheime planmäßig öffnen, werden damit etwas weniger als 750 neue Betten entstehen. Konder hat daher noch einige weitere Gebäude im Auge, die aus diversen Gründen nicht an der Markterhebung teilnehmen konnten. Entweder weil sie sich nicht in einem Gewerbegebiet befinden oder weil dort nicht ein komplettes Gebäude für Studenten verfügbar wäre. „Dennoch handelt es sich um Immobilien, die schnell verfügbar gemacht werden könnten“, sagt der Vizebürgermeister. <BR /><BR />Angesprochen ist konkret das ehemalige Fiat-Gebäude des Unternehmers Paolo Tosolini auf dem Hadrianplatz. „Das Gebäude ist schon vorhanden und würde Platz für etwa 200 Studenten bieten“, schildert Konder. Da es sich um einen Gebäudekomplex handle, bestehe die Möglichkeit, eines der Gebäude komplett für Studenten zweckzubinden. <BR /><BR />Schade findet der Vizebürgermeister, dass ein Gebäude in Bozen-Süd nicht zum Zug kommen konnte, da es sich in der Flugschneise des Flugplatzes Bozen befindet. „Es wäre jedoch nur wenige Meter von der neue Fakultät für Ingenieurswesen entfernt.“<h3> Die Möglichkeiten: 4 Gebäude stehen derzeit im Raum</h3>Die Markterhebung gewonnen haben folgende 3 Projekte für neue Studentenheime in der Gewerbezone:<BR /><BR /> Ex-Telecom-Gebäude nahe der Reschenbrücke (Demeter Gmbh, Nicola Dalle Nogare); 248 Plätze. <BR /><BR />Josef-Mayr-Nusser-Straße (Straudi S.P.A., Francesco Straudi); 160 Plätze, eventuell ausbaufähig.<BR /><BR />Josef-Mayr-Nusser-Straße (Decor GmbH, Bartolomeo Senette); 156 Plätze. <BR /><BR />Weitere Möglichkeiten für Studentenheime außerhalb der Gewerbezone: <BR />Ex-Fiat-Gebäude Hadrianplatz (Paolo Tosolini); etwa 200 Plätze.<h3> Kritik am hohen Preis</h3>Wie es mit den Studentenheim-Plänen weitergeht, wurde auch in der Jugendkommission der Gemeinde besprochen. SVP-Mitglied Hannes Unterhofer betont, dass die Maximalpreise, die für die neuen Betten vorgesehen sind, mit 600 Euro viel zu hoch angesetzt seien. Die derzeit verfügbaren Studentenheimplätze würden zwischen 300 und 500 Euro kosten. Der von Land und Gemeinde festgelegte Höchstbetrag müsse nach unten nachgebessert werden. Zudem fehle eine Gesamtplanung: „Die Heime sind jetzt ziemlich zufällig über die Stadt verteilt, ohne zu bedenken, was solche Einrichtungen dann an Bedarf im Umkreis mit sich bringen.“