Wie der Direktor der Landesabteilung Forstwirtschaft, Günther Unterthiner, auf Nachfrage bestätigte, kam es zu dem Vorfall am 8. Jänner auf der Südspur der MeBo zwischen der Tankstelle und der Ausfahrt Eppan. Das Tier dürfte in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden überfahren worden sein.<BR /><BR />Nach ersten Einschätzungen handelt es sich wohl um ein größeres Fahrzeug, das den Wolf auf dem Gemeindegebiet von Eppan erfasst hat. Das Tier war durch den Aufprall furchtbar zugerichtet. <BR /><BR />Nachdem der Kadaver vom Straßendienst entdeckt, geborgen und zum Stützpunkt nach Lana gebracht worden war, übernahm das Amt für Forstwirtschaft das Tier für den Weitertransport nach Bozen. Nach der dortigen Vermessung und Probenentnahme wurde die Stiftung Edmund Mach in San Michele mit der DNA-Analyse beauftragt. Die Ergebnisse stehen laut Unterthiner noch aus. Die Ergebnisse werden zeigen, ob das Individuum bereits behördlich erfasst ist, woher es stammt und ob der Wolf in der Vergangenheit für Risse von Nutztieren verantwortlich war.<h3> Wolfsnachweise im Jänner</h3>Der tote Wolf ist einer von mehreren gesicherten Nachweisen, die im Jänner in Südtirol vom Amt für Wildtiermanagement dokumentiert wurden. In folgenden Landesteilen wurden Spuren, Sichtungen und Fotofallenaufnahmen gemeldet:<BR /><BR /><b>Pustertal:</b> Am 2. Jänner wurden in Innichen Spuren von zwei Wölfen festgestellt.<BR /><BR /><b>Burggrafenamt:</b> Am 4. Jänner wurde in St. Pankraz Losung (Kot) eines Wolfes gefunden.<BR /><BR /><b>Vinschgau:</b> Am 4. und 5. Jänner gab es Sichtungen und Spuren in Martell sowie Videoaufnahmen aus Graun (erneut am 7. Jänner).<BR /><BR /><b>Eisacktal:</b> In Lüsen wurden am 7. Jänner frische Spuren entdeckt.<BR /><BR /><b>Überetsch-Unterland:</b> Gleich zwei Nachweise gab es am 8. Jänner: Spuren in Aldein und der überfahrene Wolf bei Eppan. Bereits am Vortag war ein Wolf in Aldein in eine Fotofalle geraten.