Dienstag, 22. Oktober 2019

Wolf für Schafrisse in Osttirol verantwortlich

Eine DNA-Analyse hat gezeigt, dass ein Wolf für zwei gerissene Schafe und zwei gerissene Lämmer in Matrei in Osttirol verantwortlich ist.

Die DNA-Analyse beweist, dass der Wolf für die Risse in Osttriol verantwortlich ist.
Die DNA-Analyse beweist, dass der Wolf für die Risse in Osttriol verantwortlich ist. - Foto: © shutterstock

Die Tiere wurden am 10. und 11. Oktober tot auf der Weide gefunden.

Der Wolf soll aus einer italienischen Population stammen, teilte das Land am Dienstag mit.

Auch im Falle eines Anfang Oktober gerissenen Schafes in Außervillgraten (Bezirk Lienz) wurde von der Veterinärmedizinischen Universität Wien eine genetische Untersuchung durchgeführt. Hier konnte die DNA eines Fuchses nachgewiesen werden. „Aufgrund des Rissbildes, das auf einen großen Beutegreifer oder Caniden (u.a. Wölfe, Schakale, Anm.) hingewiesen hat, ist in diesem Fall von einer Nachnutzung durch einen Fuchs auszugehen“, sagte Martin Janovsky, Beauftragter des Landes für große Beutegreifer. Welches Tier den Riss verursacht hatte, bleibe aber offen.

Das Bundesland Tirol empfahl den Tierhaltern des Iseltales und der Seitentäler, Schafe, Ziegen und Jungtiere am Abend in den Stall zu bringen und auch nach Tieren, die sich noch auf den Weiden befinden, verstärkt zu schauen. Bezirkshauptfrau Olga Reisner sagte, dass es seit den Vorfällen in Matrei „keine weiteren Vorkommnisse oder konkrete Hinweise auf einen großen Beutegreifer“ mehr gegeben habe. Jene Tierhalter, deren Tiere gerissen wurden, erhalten eine Entschädigungszahlung.

apa

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