Seit Juni sind 60 Lämmer gerissen worden. „Wir fordern den Abschuss, eine andere Lösung gibt es nicht, sonst ist die Schafzucht am Ende“, sagt Müller. <BR /><BR />Tobias Müller ist einer der über 40 Schafzüchter in Ulten – Jungzüchter nicht mit eingerechnet. „Während im Frühjahr im Tal der Bär für die Schafe ein Problem war, ist es ab Juni auf den Almen mit dem Wolf losgegangen. Er hat gerissen, gerissen und gerissen. Insgesamt rund 60 Tiere“, sagt Tobias Müller. Mutterschafe ebenso wie Lämmer. „Und gewisse ,Lampln‘ können ohne Mutterschaf nicht überleben“, sagt Tobias Müller. Abgesehen davon werden die Schafe auf den Almen herumgehetzt, das können man an den GPS-Aufzeichnungen ablesen. Genau wisse man es nicht, aber es sei von 2 Wölfen die Rede, die auf den Ultner Almen unterwegs seien.<BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="798542_image" /></div> <BR /><BR />Ein Großteil der Schafzüchter hat heuer noch die Schafe auf die Almen getrieben – auf die Innere Falkomai Alm, auf die Marschnell und auf die Kuppelwieser Alm. „Aber seither hat der Wolf oben Schafe gerissen. Das geht jetzt den ganzen Sommer so und hört einfach nicht auf. Vergangene Nacht wurden auf der Kuppelwieser Alm wieder 8 Stück gerissen“, sagt Tobias Müller. So habe kein Schafzüchter mehr Lust, die Tiere auf die Alm zu bringen. „Alle ,derloadet’s‘. Die Schafe sind für uns nicht nur ,Viech‘, sie bedeuten uns etwas, wir hängen an ihnen“, sagt der Schafzüchter-Obmann. Er habe bis jetzt 5 seiner 50 Schafe an den Wolf verloren. „Wir fordern den Abschuss. Eine andere Lösung gibt es nicht, sonst ist die Schafzucht am Ende“, sagt er. <BR /><BR />„Wenn wir das Problem Wolf nicht bald in den Griff kriegen, wird es in Zukunft keine Lammwochen mehr geben“, sagt Stefan Kaserbacher, Direktor von Ultental Marketing und von der Tourismusgenossenschaft Ultental-Proveis. Dabei seien die Lammwochen Vorreiter regionaler Kreislaufwirtschaft gewesen. Aber abgesehen davon sei die Almwirtschaft nicht nur für die Bauern sehr wichtig, sondern auch für den Tourismus. „Die Leute kommen wegen der Almen und wenn die Almwirtschaft verschwindet, haben wir ein massives Problem. Es braucht eine Lösung, denn die Jahre haben gezeigt, dass ein Nebeneinander von Großraubwild und Almwirtschaft nicht geht. Der Wolf gehört reguliert. Die Bauern züchten Schafe mit Freude und Leidenschaft und nicht um den Wolf zu füttern“, betont Stefan Kaserbacher.<BR />