Samstag, 11. Mai 2019

„Wolf muss weg“: Mahnfeuer im ganzen Land

Im ganzen Land sind am Freitagabend Mahnfeuer entzündet worden: Damit wurde ein sichtbares Zeichen gegen den Wolf und für die traditionelle Almwirtschaft gesetzt.

Mahnfeuer in Lajen. - Foto: SBB
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Mahnfeuer in Lajen. - Foto: SBB

50 Bauernbund-Ortsgruppen, so viele wie noch nie, beteiligten sich auch dieses Jahr wieder an einer europaweiten Initiative von Schäfern und Tierhaltern, die mit Mahnfeuern auf die Gefahren durch den Wolf für die traditionelle Weidewirtschaft aufmerksam macht. Einig sind sich die Ortsgruppen, dass der Wolf und die traditionelle Weidewirtschaft nicht vereinbar sind. Auch in anderen europäischen Regionen wird immer deutlicher, welche Schwierigkeiten der Wolf den Schaf-, Ziegen-, Rinder- und Pferdehaltern bereitet.   

Seit längerem fordern der Südtiroler Bauernbund und die SBB-Ortsgruppen daher ein Wolfsmanagement, das eine Regulierung des Wolfsbestands ermöglicht, und wolfsfreie Zonen, wenn der Wolf mit der ortstypischen Weidewirtschaft nicht vereinbar ist. In anderen Ländern sind solche Regelungen durchaus üblich. 

Vom Vinschgau bis ins Pustertal brannten Mahnfeuer

Oswald Schiefer, der sich am Mahnfeuer in Graun oberhalb von Kurtatsch beteiligte, forderte im Interview ein schnelles Handeln der Politik, vor allem auf römischer und europäischer Ebene „ Der Wolf und auch der Bär stellen nämlich nicht nur für unsere Nutztiere, sondern auch für den Menschen eine große Gefahr dar.“

Markus Kerschbaumer, Bauer und Feuerwehrkommandant aus Kurtatsch, der das Mahnfeuer am Grauner Joch oberhalb von Graun in Kurtatsch koordiniert hatte, erzählt über ein unschönes Erlebnis mit einem Bären. 

stol

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