Dienstag, 05. Mai 2020

Wolf schlägt auf der Mendel zu

Ein Wolf hat vor wenigen Tagen auf der Mendel zugeschlagen. Obwohl Heinrich Dissertori aus St. Pauls eigens einen Elektrozaun aufgebaut hatte, um seine Schafe auf der Weide zu schützen, konnte diese Maßnahme den Wolf nicht davon abhalten, eines der 5 Tiere zu reißen. Dissertori zeigte sich gegenüber STOL fassungslos.

Das tote Schaf fand Heinrich Dissertori am Mittwoch.
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Das tote Schaf fand Heinrich Dissertori am Mittwoch. - Foto: © privat
Heinrich Dissertori, Landwirt aus St. Pauls, fährt regelmäßig zu seinen Schafen auf der Weide in der Nähe des Gasthofs Paradiso auf der Mendel, um nach dem Rechten zu sehen. Am vergangenen Mittwoch vermisste er eines seiner Tiere.

Nach einer kurzen Suche, bot sich ihm ein schauriges Bild: Ein Schaf lag völlig zerrissen und ausgeweidet auf der Wiese. „Ich war schockiert, als ich das Tier so zugerichtet fand“, erklärt der Landwirt gegenüber STOL.

„Die Förster der Gemeinde Fondo haben bestätigt, dass mein Schaf von einem Wolf und nicht von einem wilden Hund gerissen wurde. Die Spuren auf der Weide können das ohne Zweifel belegen“, erklärt Dissertori.

Besonders bitter ist der Verlust für Dissertori, weil der Elektrozaun, den er zum Schutz seiner Tiere rund um die Weide aufgestellt hatte, nichts genützt hat: „Es schaut so aus, als sei der Wolf einfach über den 1,1 Meter hohen Zaun gesprungen.“

Auch wenn Dissertori sich nicht sicher ist, ob der Wolf nicht noch ein weiteres Mal zuschlagen wird, will er seine Tiere trotzdem nicht heim in den Stall holen. „Das wäre eine Pein für die Schafe. Sie brauchen die Bewegung und das frische Gras. Ich werde jetzt versuchen den Elektrozaun zu erhöhen und hoffe einfach, dass der Wolf nicht nochmal zurück kommt“, erklärt der Landwirt abschließend.

stol/ptr

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