Samstag, 28. September 2019

Wolfsrudel in Lüsen

Vor knapp einer Woche hat ein Bürger unterhalb der Kreuzwiesenalm in Lüsen einen Wolfswelpen gesichtet und fotografiert. Nach einer genauen Überprüfung lässt sich nun mit Sicherheit sagen: Im Lüsner Tal lebt ein Wolfsrudel, und das wohl schon seit geraumer Zeit. Die Nachricht kam völlig überraschend, denn die Wölfe blieben bislang nahezu unbemerkt: Es wurden weder Risse von Nutztieren gemeldet noch Wildtier-Risse bemerkt.

Vor knapp einer Woche hat ein Bürger unterhalb der Kreuzwiesenalm in Lüsen einen Wolfswelpen gesichtet und fotografiert. (Symbolfoto)
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Vor knapp einer Woche hat ein Bürger unterhalb der Kreuzwiesenalm in Lüsen einen Wolfswelpen gesichtet und fotografiert. (Symbolfoto) - Foto: © shutterstock

„Die Bevölkerung braucht sich keine besonderen Sorgen machen. Dass die Wölfe dort seit Monaten unbemerkt leben, zeugt wohl davon, dass sie nicht so gefährlich sind, und das ist beruhigend“, versicherte Luigi Spagnolli, der Direktor des Landesamtes für Jagd und Fischerei.  

„Wie sich das Rudel in Zukunft verhalten wird und ob es sich auch künftig von Nutztieren fernhalten wird, sei aber schwierig vorherzusehen“, so Spagnolli weiter. Daher werde man nun versuchen, einen Wolf aus diesem Rudel mit einem Sender auszustatten, was aber sehr schwierig und mit großem Aufwand verbunden sei.

Landesgesetz für zulässig erklärt

In punkto Wolf folgte am Freitag derweil ein anderer Paukenschlag. Nachdem das Landesgesetz, das die Entnahme von Problemwölfen und auch -bären erlaubt, vom Ministerrat angefochten worden war, kam nun das Verfassungsgericht zum Schluss, dass die Vorschrift hieb- und stichfest ist. Das Land Südtirol ist damit für die Erhaltung des alpinen Lebensraumes selbst zuständig.

D/mf/em 

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol