Donnerstag, 25. Januar 2018

Wolkenstein: Suche nach Eiskletterer geht weiter

Die Suche nach dem in Wolkenstein von einer Lawine mitgerissenen deutschen Eiskletterer ist am Donnerstagmittag unterbrochen worden. Sie soll am Nachmittag wieder aufgenommen werden. Das RECCO-Suchgerät des Aiut-Alpin hat Signale empfangen.

Auch am Tag nach dem Lawinenabgang suchen die Rettungsmannschaften fieberhaft nach dem vermissten Eiskletterer. - Foto: Judacrëp Gherdëina
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Auch am Tag nach dem Lawinenabgang suchen die Rettungsmannschaften fieberhaft nach dem vermissten Eiskletterer. - Foto: Judacrëp Gherdëina

Wie berichtet, waren am Mittwoch zwei deutsche Eiskletterer zwischen 15 und 16 Uhr dabei, einen Eisfall am Ende des Langentales in der Zone „Val dai Ciavei“ zu besteigen.

Als einer der Kletterer seinem Kameraden beim Abstieg behilflich war, kam es zu einem Lawinenabgang. Während sich einer der beiden noch rechtzeitig einhängen konnte, wurde der zweite mitgerissen und verschüttet.

Die sofort alarmierten Einsatzkräfte begannen umgehend mit der Suche des Verschütteten.? Bis spät in die Nacht suchten die Rettungskräfte fieberhaft nach dem jungen Mann. Die Suche erwies sich als besonders schwierig, da sich der Unfall in einem schwer zugänglichen Gelände zugetragen hat. 

Der Kletterer, der sich retten konnte, wurde vom Pelikan 1 mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus von Bozen geflogen.

Angaben der Bergrettung zufolge wurde der vermisste Mann 1995 in Weilheim (Bayern) geboren. Die Nachrichtenagentur Ansa hatte berichtet, der Sportler komme aus Baden-Württemberg. Der zweite Deutsche – beide Bergführeranwärter – soll ebenfalls aus Bayern stammen.

RECCO-Suchgerät schlug an

Am Donnerstag wurde die Suche nach dem Vermissten gegen halb 7 Uhr wieder aufgenommen. Nach einer kurzen Unterbrechung der Suchaktion, schlug am späten Vormittag das RECCO-Suchgerät des Aiut Alpin an 3 Orten am Ende des Lawinenkegels an. 14 Mann der Bergrettung und 10 Mann der Feuerwehr begaben sich zu jenen Stellen. Ausgerüstet sind die Suchtrupps mit 2 Handsuchgeräten und Schaufeln.

Gegen 13 Uhr musste die Suche aber unterbrochen werden. Aufgrund der Erwärmung könnten in dem Gebiet Schnee- und Eislawinen abgehen und die Retter gefährden. Am Nachmittag wurde die Sucher wieder aufgenommen. Im Einsatz stehen die Bergrettung von Gröden, die Lawinenhundeführer des AVS und des CAI, die Freiwilligen Feuerwehren von Wolkenstein und St. Christina und die Carabinieri des Ausbildungszentrums Langental.

Neben den besagten Rettungskräften helfen auch Privatpersonen sowie der Tourismusverein Wolkenstein mit, der mit der eigenen Pistenraupe die Einsatzkräfte unterstützt. In Wolkenstein wurde ein Lagezentrum eingerichtet.

Die Einsatzkräfte am Unglücksort. - Foto: pas

Die Lawine sei am Steviaberg, am Anfang der „Val dai Ciavei“ abgegangen und über die Eisrinne, wo sich die Kletterer befanden, in Richtung „Plan de la Ciajota“ rund 600 bis 800 Meter ins Langental gedonnert, erklärte der Kommandant der FFW Wolkenstein Anton Mussner gegenüber STOL. Die Breite der Lawine betrug rund 100 bis 150 Meter, so Mussner.

stol/pas/vs

stol