Darüber berichteten mehrere Schweizer Medien. 2020 hatte Oberholz in einer IDM-Kampagne mitgewirkt, die nicht nur in Print, sondern auch online international erschienen war. <BR /><BR />Der Südtiroler Architekt Peter Pichler (42) hält sich uns gegenüber bedeckt. Er wolle sich nicht zu den Plagiatvorwürfen äußern, sagte Pichler auf Anfrage. Stattdessen verweist der Planer der Berghütte Oberholz auf eine Aussendung der Schweizer Aletsch Bahnen AG, dem Auftraggeber des umstrittenen Projekts am Walliser Eggishorn. Im Februar 2024 hatten sie darin mitgeteilt, dass sich der Baubeginn der neuen Bergstation auf dem Eggishorn samt Aussichtsrestaurant verzögere – von 2024 auf das Frühjahr 2025. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1012221_image" /></div> <BR />Gemäß der Aussendung „bestehen begründete Zweifel an der Einzigartigkeit des architektonischen Konzeptvorschlags des Restaurants“. Man sei nun gezwungen, diesen überarbeiten zu lassen, „damit keine Ähnlichkeiten mit bereits realisierten Bauwerken mehr vorliegen“. Es gebe Vorwürfe eines ausländischen Architekten und eines Restaurantbetreibers. <h3> Keine weitere Stellungnahme des Schweizer Architekturbüros</h3>Der Betreiber des ausländischen Restaurants ist die Obereggen AG, das Restaurant die Berghütte Oberholz. Das Schweizer Architekturbüro „Bauatelier12“ beruft sich gegenüber den „Dolomiten“ ebenfalls auf die Aussendung der Aletsch Bahnen AG und will darüber hinaus nicht weiter Stellung beziehen.<BR /><BR />Die Ähnlichkeiten zwischen der Berghütte Oberholz in Obereggen und dem ursprünglich geplanten Restaurant in der Schweiz sind frappierend. „Die Form ist speziell. 3 Takte fächern sie aus einem Volumen auf. Giebelformen, Lage der Terrasse, Innenraum, Materialisierung – alles gleich“, sagt der Schweizer Architekt und Redakteur Ivo Bösch über die Pläne am Walliser Horn. Ein eigenständiges Werk sei kaum zu erkennen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1012224_image" /></div> <h3> Preisgekröntes Objekt </h3>Laut der Schweizer Tageszeitung „Walliser Bote“ gebe es nicht nur Kritik an dem Architekturbüro, sondern auch an der Aletsch Bahnen AG. „Bei der Lancierung des Projekts seien seitens der Aletsch Bahnen AG falsche Entscheidungen getroffen worden“, heißt es in einem Artikel. Ein Kritikpunkt: Bei der Planung habe es keinen Wettbewerb gegeben, lediglich 3 lokale Architekturbüros seien für den Auftrag eingeladen geworden. Über einen neuen überarbeiteten Entwurf ist noch nichts bekannt. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1012227_image" /></div> <BR />2016 fertiggestellt, erhielten die beiden Architekten Peter Pichler, ein Schüler von Stararchitektin Zaha Hadid, und Pavol Mikolajcak, für ihr Projekt Oberholz mehrere Preise, etwa den internationalen Architekturpreis „Bar/Ristoranti/Hotel d’Autore 2017“. 2020 war Oberholz ein Motiv in der Kampagne der IDM „Was macht Südtirol so einzigartig“. Die Kampagne erschien u. a. als Anzeige in „Der Spiegel“, „Die Zeit“, sowie als Fernsehspot etwa auf Rai 1, ARD und ZDF. Auf youtube verzeichnet der Spot 26.000 Aufrufe.<BR /><BR />„Der Entwurf spielt mit der umliegenden Umgebung und versucht, diese durch 3 jeweils zu verschiedenen Berggruppen ausgerichtete Schaufenster einzufangen“, heißt es auf der Webseite der Hütte, die ganz aus Holz besteht. Eine Hütte, die nun ein Original bleibt. <BR /><h3> Das Projekt am Eggishorn</h3><div class="img-embed"><embed id="1012230_image" /></div> Eine modernisierte Seilbahn soll künftig von der Fiescheralp auf das Eggishorn fahren, einem knapp 3000 Meter hohen Gipfel in den Berner Alpen. Neben der Bergstation soll ein neues Aussichtsrestaurant entstehen. Wie der „Walliser Bote“ schreibt, werden die Kosten für das Projekt auf etwa 35 Millionen Franken geschätzt. Das Eggishorn ist ein beliebter Aussichtspunkt – hat man doch von dort eine gute Sicht auf den Aletschgletscher. Er gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe „Swiss Alps Jungfrau-Aletsch“.