Montag, 23. September 2019

Woran sterben Männer?

Woran sterben die Männer? Diese und noch viele weitere Fragen in Bezug auf Männergesundheit, Männerbildung und Männerprobleme wurden am Montag auf der von der Cusanus Akademie organisierten Tagung „HelpMen“ in Brixen erörtert. STOL hat mit Dr. Armin Pycha, Primar der urologischen Abteilung am Krankenhaus Bozen, über den „Patient Mann“ gesprochen.

Sehr häufig sterben Männer an Unfällen, Vergiftungen und Selbsttötung.
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Sehr häufig sterben Männer an Unfällen, Vergiftungen und Selbsttötung. - Foto: © shutterstock

Neben Dr. Pycha referierten außerdem Gunter Neubauer und Reinhard Winter vom Sozialwissenschaftlichen Institut Tübingen (SOWIT) über Männerbildung und Männergesundheit, Romeo Bissuti vom Männergesundheitszentrum Wien über die Arbeit mit Männern in schwierigen Lagen und Guido Osthoff vom der Männerberatung der Caritas über seine Arbeit mit Männern in Südtirol. 

Im Gespräch mit STOL erklärte Armin Pycha, Primar der urologischen Abteilung am Krankenhaus Bozen, ganz konkret, woran die Männer sterben, welche Bedeutung Testosteron hat und wo Männer statistisch gesehen am meisten Lebensjahre verlieren. 

„Die Männer sterben zur Hälfte an Herz-Kreislauferkrankungen, früher als die Frauen, und zu einem Viertel an einer Krebserkrankung, auch hier häufiger und früher als die Frauen. Sehr oft sterben Männer an Unfällen, Vergiftungen und Selbsttötung. Hier verlieren Männer statistisch gesehen besonders viele Lebensjahre“, so Pycha. In Bezug auf Testosteron sagte der Primar, dass das Hormon den Mann unverwechselbar zum Mann mache. „Testosteron führt rein äußerlich zum Bild des muskelbepackten, kräftigen Mannes, beeinflusst aber auch die Psyche des Mannes. Es ist für den Aktionismus des Mannes verantwortlich.“

Pycha erklärt außerdem, dass Männer bei der Vorsorge nicht sonderlich aktiv seien. Nur 7 Prozent der Männer betreiben im urologischen Bereich Vorsorge. Im Vergleich dazu: 70 Prozent der Frauen gehen vorsorglich zum Frauenarzt.

stol

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