Dienstag, 21. April 2020

Wünsch dir was: Sternschnuppenregen in der Nacht auf Mittwoch

Der Meteorstrom der Lyriden erreicht am Mittwoch sein Maximum. In den Nächten rund um den 22. April kann man sich daher über verstärkte Sternschnuppen-Aktivität freuen. Begünstigt wird die Beobachtung durch einen dunklen Himmel, denn am 23. April ist Neumond – kein Mondlicht stört also die Beobachtung. Und auch die dichten Wolken verziehen sich im Laufe des Abends, so Landesmeteorologe Dieter Peterlin gegenüber STOL.

Bis zu 20 Sternschnuppen sind im Optimal-Fall pro Stunde zu beobachten.
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Bis zu 20 Sternschnuppen sind im Optimal-Fall pro Stunde zu beobachten. - Foto: © shutterstock
Ein Italientief und Saharastaub hüllten den Dienstag, wie berichtet, in dichte Wolken, doch laut Peterlin sollten diese laut den aktuellsten Satellitenbildern im Laufe des Abends und bis in die Nacht auflockern.
„Je später die Nacht, desto wahrscheinlicher ein ungetrübter Blick gen Himmel“, so der Experte. Die Chancen stehen dabei für die Pusterer besser als für die Vinschger.

Bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde

Üblicherweise seien pro Stunde rund 20 Sternschnuppen der Lyriden zu sehen, das ist immerhin alle drei Minuten eine. Dazu müsste aber der Punkt am Nachthimmel, von dem aus der Meteorschauer seinen Anfang zu nehmen scheint (der sogenannte „Radiant“), genau im Zenit stehen. Das ist allerdings so gut wie niemals der Fall und beeinflusst die Beobachtung. Je näher der Radiant dem Horizont kommt, desto weniger Sternschnuppen sind zu sehen.

Woher hat der Meteorstrom der Lyriden seinen Namen?

Die Lyriden wurden nach dem Sternbild der Leier (lateinisch Lyra) benannt, aus dem sie zu kommen scheinen. Das ist allerdings nur ein perspektivischer Effekt, ähnlich wie bei einer Autofahrt durch Schneegestöber. Auf ihrer Reise um die Sonne kreuzt die Erde immer zu dieser Zeit Reste des im Jahr 1861 entdeckten Kometen Thatcher.

Die kleinen Teilchen auf der Kometenbahn kollidieren dann mit rund 50 Kilometern pro Sekunde mit der Erdatmosphäre. Sie werden dabei stark erhitzt und bringen die umgebende Luft zum Leuchten. Dies erzeugt die Lichterscheinung, die Sternschnuppe genannt wird.

Blick in Richtung Osten

Die Leier ist zwar nur ein kleines Sternbild, aber ihr auffälliger Hauptstern Wega ist der hellste Stern am nördlichen Himmel. Vier lichtschwächere Sterne bilden ein Parallelogramm, dazu kommt rechts oben die strahlende Wega. Im Jahreslauf gilt die Leier den Astronomen zufolge als Sommersternbild, daher kann man sie im April erst in den späten Abendstunden und dann bis zum Morgen sehen. Beobachter sollten daher erst spät am Abend oder nach Mitternacht ihren Blick nach Osten richten.


apa/vs