Donnerstag, 18. Juni 2015

Würth-Sohn wurde entführt und wieder freigelassen

Der Unternehmer Reinhold Würth zählt zu den reichsten Deutschen. Sein Sohn wurde nun Opfer von Entführern – er kam aber nach wenigen Stunden wieder frei. Lösegeld wurde nicht gezahlt. Nun fahndet die Polizei nach den Tätern.

Die Polizei riegelte die Zufahrt zum "Hofgut Sassen ab.
Die Polizei riegelte die Zufahrt zum "Hofgut Sassen ab. - Foto: © APA/EPA

Unbekannte haben den Sohn von Schrauben-Milliardär Reinhold Würth in Hessen entführt, ihr Opfer aber später wieder freigelassen. Der 50-Jährige, der in einer Wohngemeinschaft für behinderte Menschen im osthessischen Schlitz lebt, sei wohlbehalten zurück, berichtete das Unternehmen am Donnerstag im baden-württembergischen Künzelsau bei Heilbronn. Zuvor hatte „Bild.de“ über den Fall berichtet.

Wie die Staatsanwaltschaft Gießen und das Polizeipräsidium Osthessen am Donnerstag mitteilten, war der 50-Jährige am Mittwochmittag in Schlitz als vermisst gemeldet worden. Dort, etwas außerhalb der Kleinstadt, ist ein Therapiezentrum, in dem etwa 250 Menschen mit einer geistigen Behinderung leben.

„Wenig später erreichte die wohlhabenden Eltern der vermissten Person eine Lösegeldforderung in Millionenhöhe“, teilten die Ermittler mit. Zu einer Geldübergabe sei es aber nicht gekommen. Der Entführte sei am Donnerstagmorgen in einem Waldgebiet bei Würzburg entdeckt worden. Weitere Details nannten Polizei und Staatsanwaltschaft zunächst nicht.

Nach dem Bericht von „Bild.de“ verrieten die Kidnapper den Beamten überraschend, wo sich das Entführungsopfer befindet. Mehrere Medien berichteten am Donnerstag von einem Großeinsatz der Polizei in Osthessen.

„Die Ermittlungen zu dem oder den Tätern dauern an“, hieß es lediglich von Polizei und Staatsanwaltschaft. Das Areal rund um das abgelegene Anwesen der Wohngemeinschaft war weiträumig abgesperrt.

dpa

stol