Freitag, 29. April 2022

Wurstwaren beschlagnahmt

Im Rahmen der großangelegten, staatsweiten Operation „Crespuscolo“ hat die Sondereinheit der Carabinieri, die für Lebensmittelschutz zuständig ist, auch Wurstwaren in Südtirol beschlagnahmt. Der Vorwurf: mangelhafte Angaben zur Herkunft auf den Etiketten. Mit diesem Vorwurf wurden in Südtirol sowie in den Provinzen Padua und Piacenza insgesamt 5261 Kilogramm Wurstwaren im Wert von 70.000 Euro aus dem Verkehr gezogen.

Auch bei der Lebensmittelproduktion wird gerne geschummelt. In Südtirol ist die Carabinieri-Sondereinheit für den Lebensmittelschutz bei Wurstwaren auf mangelhafte Angaben zur Herkunft gestoßen.

Staatsweit wurden insgesamt 9 Tonnen Fleisch- und Wurstwaren, Käse und Süßwaren beschlagnahmt sowie über 2000 Liter Essig und 300 Liter Wein. Alle beschlagnahmten Produkte zusammen haben einen Marktwert von 127.000 Euro. Die Vorwürfe reichen von mangelhafter Etikettierung über Verstöße gegen die Rückverfolgbarkeit der Inhaltsstoffe bis zu Unregelmäßigkeiten bei der Verwendung der geschützten Ursprungsbezeichnung bzw. geografischen Angabe.

Die Carabinieri der Sondereinheit für den Lebensmittelschutz haben staatsweit 30 Produzenten inspiziert und dabei 25 Verwaltungsstrafen ausgestellt sowie 6 Straftaten zur Anzeige gebracht. Die Verwaltungsstrafen belaufen sich auf insgesamt 65.000 Euro. Im besonderen wurden in den Provinzen Turin und Modena 5 Betriebsinhaber zweier Unternehmen wegen schweren Betruges angezeigt: Ihnen wird vorgeworfen 193 Kilogramm Wurstwaren mit neuem Verfallsdatum umetikettiert zu haben.

In der Provinz Venetien betrafen die Beschlagnahmungen Käseprodukte (6800 Packungen) im Wert von 27.000 Euro, in der Provinz Turin 639 „Ostertauben“ sowie 2228 nicht gesetzeskonforme „Marken“-Etiketten für Pistazien und Nüsse. In der Provinz Imperia waren 2000 Liter Weinessig, in der Provinz Salern 300 Liter Rotwein betroffen. Eine Anzeige gab es auch gegen einen Betrieb in Reggio Calabria u.a. wegen 150 Kilogramm Gammelfleisch.

ansa/ih

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