Sonntag, 28. Oktober 2018

Wusste Desirée vom tödlichen Drogenmix?

Sie sei von den 3 Verdächtigen im Glauben gelassen worden, dass es sich bei dem Drogenmix nur um Methadon handle, berichtet die Nachrichtenagentur Ansa. Anschließend wurde sie vergewaltigt - wie oft, ist noch nicht geklärt. Die 16-jährige Desirée Mariottini wurde am 19. Oktober in einem verlassenen Gebäude im römischen Stadtteil San Lorenzo tot aufgefunden.

Der Fall Desirée sorgte für große Bestürzung.
Der Fall Desirée sorgte für große Bestürzung. - Foto: © APA/AFP

Mariottini, die eigentlich auf Entzug war, nahm den Drogenmix zu sich, der nicht nur tödlich war, sondern es den Verdächtigen ermöglichte, sie zu vergewaltigen. DNA-Proben sollen nun klären, ob sich auch andere Personen an ihr vergingen. Die Ergebnisse werden laut Ansa in wenigen Wochen erwartet. Die Verdächtigen sollen der 16-Jährigen den tödlichen Mix unter dem Vorwand gegeben haben, dass es sich lediglich um Methadon handle, so Ansa.

„Sie handelten mit Hartnäckigkeit, Grausamkeit und Ungezwungenheit. Von ihnen geht hohe gefahr und kein gewissen aus“, schrieb die Untersuchungsrichterin Maria Paola Tomaselli in der Begründung für die Gefängnisverordnung der beiden Senegalesen Brian Minteh (43) und Mamadou Gara (26), sowie dem Nigerianer Alinno Chima (40).

Nur Mamadou Gara sagte am Samstag aus, die beiden anderen Verdächtigen nutzten das Recht, zu Schweigen. Alle 3 Afrikaner haben kein Aufenthaltsrecht, sind wegen Drogendelikten vorbestraft: Ihnen wird im Fall der 16-jährigen Desirée Mord, sexuelle Gewalt und Drogenverkauf vorgeworfen.

stol

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