Samstag, 29. September 2018

Zahl der Aids-Fälle in China stark angestiegen

In China ist die Zahl der Aids-Fälle sowie der Infektionen mit HIV stark angestiegen. Mehr als 820.000 Menschen seien Ende Juni HIV-positiv gewesen oder litten an Aids, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsbehörden. Das seien 100.000 Menschen mehr als ein Jahr zuvor – ein Anstieg um 14 Prozent.

In China ist die Zahl der HIV-Infizierten und Aids-Kranken im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent angestiegen.
In China ist die Zahl der HIV-Infizierten und Aids-Kranken im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent angestiegen. - Foto: © shutterstock

Allein im zweiten Quartal seien mehr als 40.000 neue Fälle registriert worden. Die meisten Menschen infizierten sich demnach mit dem HI-Virus durch Geschlechtsverkehr. Die Zahl der Infektionen durch Bluttransfusionen sei „im Prinzip auf Null zurückgegangen“, berichtete Xinhua.

In der Vergangenheit hatte es in China Skandale um Bluttransfusionen gegeben. In den 1990er-Jahren hatte es in ländlichen Gegenden der Volksrepublik eine Aids-Epidemie gegeben, ausgelöst durch ein von der Regierung unterstütztes Blutspende-Programm. Zehntausende Menschen wurden damals infiziert, teilweise ganze Dörfer.

apa/afp 

stol