Mittwoch, 20. Oktober 2021

Zahl der Corona-Neuinfektionen in Österreich stark gestiegen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in den vergangenen 24 Stunden deutlich in die Höhe geschnellt: Laut Daten des Innen- und Gesundheitsministeriums wurden am Mittwoch 3727 Neuerkrankungen gemeldet, 13 Menschen sind gestorben. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner kletterte damit auch deutlich nach oben. Derzeit liegt der Wert österreichweit bei 195,4 nach 182,9 am Dienstag.

Die Zahl der Neuinfektionen ist in Österreich deutlich in die Höhe geschnellt.
Die Zahl der Neuinfektionen ist in Österreich deutlich in die Höhe geschnellt. - Foto: © APA/AFP / INA FASSBENDER
Das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tages-Inzidenz ist derzeit Oberösterreich mit 299,3, gefolgt von Salzburg, Niederösterreich und Steiermark (258,1, 210,4 bzw. 184). Weiters folgen das Bundesland Tirol (167,5), Wien (151,1), Kärnten (147,7), Vorarlberg (101,4) und das Burgenland (90,2).

In absoluten Zahlen wurden mit Abstand die meisten neuen Fälle in den vergangenen 24 Stunden in Oberösterreich (1177) entdeckt, gefolgt von Wien (714). In der Steiermark waren es 516 Neuerkrankte, in der Niederösterreich 508 und in Salzburg 296. In Tirol kamen 239 Neuinfektionen dazu, in Kärnten 113, im Vorarlberg 110 und im Burgenland 54.

Auf APA-Nachfrage im Gesundheitsministerium hieß es zu dem heutigen deutlich höheren Wert, dass die Zahlen prinzipiell steigen. Am Mittwoch sei die Zahl der Neuinfektionen außerdem in der Regel grundsätzlich höher, da am Montag in Schulen und vielen Betrieben PCR-Testungen durchgeführt werden, deren Ergebnisse am Dienstag bekannt werden und in die Mittwochszahlen einfließen.

In Österreichs Krankenhäusern liegen derzeit 962 Menschen aufgrund einer Coronavirus-Infektion. Das sind um 28 mehr als gestern, Dienstag, gemeldet waren. 218 Menschen benötigen intensivmedizinischen Betreuung - um eine Person weniger als gestern und um fünf mehr als noch vor einer Woche.

Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) hat die Landeshauptleute für Freitag zu einer virtuellen Beratung wegen der stark steigenden Corona-Neuinfektionen eingeladen. Bereits am Mittwoch hatte es dazu ein Treffen im Bundeskanzleramt mit dem Vorsitzenden der Landeshauptleutekonferenz, Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) gegeben. Schallenberg stimmt diese Entwicklung „besorgt“, wie es in einem schriftlichen Statement hieß. Trotz der nun fixierten 3G-Regel am Arbeitsplatz müsse man auch weiterhin achtsam bleiben, appellierte er an die Bevölkerung, „denn noch können wir keinen Schlussstrich unter die Pandemie ziehen“.

Der Bundeskanzler sprach sich für einen mehrgleisigen Ansatz aus: So müsse die Impfquote erhöht werden, weiters setze man auf Auffrischungsimpfungen für bereits Immunisierte und FFP2-Maskenpflicht an Orten zur Deckung notwendiger Grundbedürfnisse.

apa