Nach offiziellen Angaben sind damit bislang 1427 Menschen durch die Epidemie ums Leben gekommen. WHO-Experten gehen allerdings seit längerem davon aus, dass es eine hohe Dunkelziffer bei Ebola-Opfern gibt. Wie viele Menschen in der Region bislang an dem Virus gestorben sind, ist offenbar kaum abzuschätzen. Als Reaktion auf die Ausbreitung der Epidemie wollen die Vereinten Nationen die Hilfe in den betroffenen Gebieten deutlich ausweiten.Zusätzliche internationale Experten und Helfer sollen nach Liberia geschickt werden, um die dortigen Gesundheitseinrichtungen zu unterstützen, sagte UN-Ebola-Koordinator David Nabarro in der liberianischen Hauptstadt Monrovia.Allerdings wurden am Freitag auch vorsichtige Hoffnungen genährt, dass die Entwicklung eines wirksamen Heilmittels möglich ist: Die WHO teilte mit, Ebola-Patienten in Liberia seien nach Behandlung mit dem experimentellen Mittel „ZMapp“ auf dem Weg der Besserung.Bei einer Krankenschwester und einem Arzt aus Liberia, die sich bei der Arbeit infiziert hatten, sei jeweils eine „deutliche Verbesserung“ des Gesundheitszustands eingetreten. Der Zustand eines weiteren mit dem Präparat behandelten Arztes sei zwar noch ernst, aber auch bei ihm sei eine Besserung zu beobachten.dpa