Nach dem Untergang der südkoreanischen Fähre „Sewol“ ist die Zahl der bislang geborgenen Todesopfer auf mehr als 100 gestiegen.Bis zum frühen Dienstagnachmittag wurden 108 Leichen aus dem vor sechs Tagen gesunkenen Schiff oder aus dem Wasser um das Wrack geborgen, berichteten südkoreanische Fernsehsender.och immer galten rund 200 der ursprünglich 476 Insassen als vermisst. Bei den Tauchgängen wurden im Wrack bisher keine Überlebenden aufgespürt.Die Taucher durchsuchten den Berichten zufolge unter anderem die Kabinen des mehrstöckigen Schiffs. Es wird vermutet, dass dort die meisten Insassen bei dem Unglück – darunter viele Schüler – eingeschlossen wurden.Bei der Suche wurden auch Tauchroboter eingesetzt.Netze verhindern das Abtreiben der LeichenUm die gesunkene Fähre lagen Trawler mit Fangnetzen im Meer, um zu verhindern, dass eventuell Leichen aus dem Schiff von der Strömung mitgerissen werden.Insgesamt seien fast 240 Boote und Schiffe an der Bergungsaktion beteiligt, berichtete der Rundfunksender KBS. Das Wrack liege bis zu 20 Meter unter Wasser.Es ist größte Schiffskatastrophe in Südkorea seit mehr als 20 Jahren. Der Untergang einer überladenen Fähre vor der Westküste im Oktober 1993 hatte 292 Menschenleben gefordert.dpa