Zudem sank die Zahl neuer Todesurteile auf den Stand von Anfang der 1970er-Jahre. Dies geht aus dem Jahresbericht des unabhängigen Death Penalty Information Center (DPIC) vom Mittwoch hervor.2015 wurden demnach 28 Menschen hingerichtet – das ist der geringste Wert seit 1991, als 14 Todeskandidaten exekutiert wurden.„Der Einsatz der Todesstrafe wird in den Vereinigten Staaten zunehmend rar und zunehmend isoliert“, teilte DPIC-Direktor Robert mit. „Dies sind nicht nur jährliche Kurzzeit-Phänomene in der Statistik, sondern spiegeln eine umfassende Veränderung in der Haltung zur Todesstrafe quer durch das Land wider.“Probleme mit GiftspritzenSowohl die Zahl der Hinrichtungen als auch die Zahl neu verkündeter Todesurteile ist seit Ende der 1990er-Jahre rückläufig. Sechs davon wurden dieses Jahr aufgehoben, darunter auch das Urteil gegen die in Berlin geborene Debra Milke.Zudem wurden Exekutionen wegen Problemen mit Giftspritzen ausgesetzt, etwa in Oklahoma und Ohio. Legal ist die Todesstrafe in 31 von 50 Staaten, sie wird aber häufig nicht praktiziert.Auch die öffentliche Meinung scheint sich langsam zugunsten lebenslanger Haftstrafen ohne Chance auf Bewährung als Ersatz für die Todesstrafe zu drehen. Einer Umfrage des Public Religion Research Institute (PRRI) zufolge befürworten 52 Prozent der US-Bürger die nicht-tödliche Strafe für verurteilte Mörder, während 47 Prozent für die Todesstrafe sind. Dem Umfrageinstitut Gallup zufolge geht die Zahl der Befürworter der Todesstrafe seit Mitte der 1990er-Jahre zurück.apa