Donnerstag, 14. Mai 2015

Zahl der Opfer in Nepal auf 8.400 gestiegen

Nach dem gewaltigen Himalaya-Erdbeben und vielen Nachbeben haben die Helfer weitere Leichen gefunden. Allein bei dem neuen Erdstoß vom Dienstag seien in Nepal mindestens 96 Menschen gestorben, teilte die Regierung in Kathmandu am Donnerstag mit.

Foto: © LaPresse

Insgesamt stieg die Zahl der Toten in Nepal, Indien und China auf fast 8.400. Das bei Wanderern beliebte Langtang-Tal wurde indes komplett evakuiert.

Die Behörden in Nepal befürchten weitere Tote, da an den Berghängen zuletzt wieder zahlreiche große Erdrutsche abgingen und Siedlungen verschütteten.

Rund 2.000 Menschen wurden bei dem Nachbeben am Dienstag verletzt, es hatte die Stärke 7,3. Millionen Menschen sind obdachlos, weil ihre Häuser zerstört wurden. Bewohner in abgelegenen Gebieten berichten, aus den Trümmern dringe noch immer Leichengeruch.

Auch im Langtang-Tal gab es neue Erdrutsche und Lawinen, weswegen die Bewohner ausgeflogen wurden, sagte Polizeisprecher Prawin Poudel aus dem Distrikt Rasuwa. Ein Dorf dort war bereits vollständig verschüttet worden. Dabei kamen auch zahlreiche Trekking-Touristen ums Leben.

Nach den Regionen rund um Mount Everest und Annapurna ist das Langtang-Tal die drittbeliebteste Wanderregion Nepals. Nach einem Bericht der Zeitung „Himalayan Times“ wurden auch die Manaslu-Trekking-Route und viele Hotels in Gorkha zerstört.

apa/dpa

stol