Donnerstag, 09. Dezember 2021

Deutlich mehr Corona-Patienten in Italiens Krankenhäusern

Der Druck auf das italienische Gesundheitssystem steigt in der vierten Coronawelle rapide an. Innerhalb einer Woche mussten 16,3 Prozent mehr Coronapatienten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Zahl der Intensivpatienten stieg um 13,6 Prozent. Die Zunahme bei den Todesfällen beträgt 12 Prozent. Aber auch die Zahl der Impfungen erlebt in Italien aktuell einen „Boom“.

In einer Woche hat die Zahl der Intensivpatienten in Italien um 12 Prozent zugenommen.
In einer Woche hat die Zahl der Intensivpatienten in Italien um 12 Prozent zugenommen. - Foto: © ANSA / CIRO FUSCO
Die vierte Coronawelle breitet sich aktuell immer weiter aus und rollt mittlerweile auch über weite Teile Italiens.

In der Woche vom 1. bis zum 7. Dezember hat die Zahl der Neuinfektionen im Mittelmeerstaat um 22,4 Prozent zugenommen. Einen deutlichen Anstieg gab es auch bei den Covid-Patienten auf den Normalstationen (16,3 Prozent), den Intensivpatienten (13,6 Prozent) und den Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus (12 Prozent).

Dies geht aus den Daten des unabhängigen Corona-Monitorings der Gimbe Stiftung hervor.

Einen Anstieg der Coronafälle könne man bereits seit 7 Wochen erkennen, erklärt der Präsident der Stiftung, Nino Cartabellotta gegenüber der Nachrichtenagentur Ansa: „Die Zahl der Neuinfektionen hat sich mittlerweile versechsfacht. Während am 15. Oktober 2456 Neuinfektionen in Italien registriert wurden, waren es am 7. Dezember 15.110.“

Dieser Anstieg bei den Infektionsfällen lässt sich in nahe zu allen italienischen Regionen feststellen. Er reicht von 1,8 Prozent in den Marken bis über 50 Prozent in Umbrien. Nur in den Regionen Molise und Aosta ist die Zahl der Neuinfektionen weiter stabil.

In 52 Provinzen – darunter auch Bozen – liegt der Inzidenzwert aktuell auf über 150. „Mit diesem steigenden Trend werden in den kommenden 4 Wochen mehrere Regionen vom Staat mit einer anderen Farbe eingestuft“, unterstreicht Cartabellotta.

Gute Nachricht: Aufwärtstrend auch bei Impfungen


In Italien steigt aktuell nicht nur die Zahl der Neuinfektionen sondern auch jene der Geimpften. Angeschoben durch das Inkrafttreten des Super Green Pass am vergangenen Montag wurden in Italien innerhalb einer Woche über 223.000 Erstdosen verimpft. Dies entspricht einem Anstieg von rund 32 Prozent bei den Erstimpfungen.

Ebenso in die Höhe geschossen ist die Anzahl der Boosterimpfungen. Rund 2,6 Millionen Italiener holten sich die dritte Dosis – ein Anstieg von 52,6 Prozent innerhalb einer Woche.

Damit haben nun laut Daten der Gimbe Stiftung rund 80 Prozent der impfbaren Bevölkerung in Italien zumindest eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Bei den Über-50-Jährigen bleiben noch rund 2,5 Millionen Italiener ohne Impfschutz.

pho