Sonntag, 11. April 2021

Zahl der Straftaten in Südtirol deutlich zurückgegangen

Wie aus der neuen Statistik der Quästur hervorgeht, sind die Straftaten in Südtirol um etwa 20 Prozent zurückgegangen. Die Polizei hat im Vorjahr 3000 Anzeigen weniger ausgestellt als noch ein Jahr zuvor.

169 Jahre Staatspolizei.
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169 Jahre Staatspolizei.
Am Samstag wurde italienweit das 169. Jubiläum der Staatspolizei begangen: Die Bozner Quästur legte im Anschluss an eine Feier in einem sehr eingeschränkten Rahmen auch die Straftaten-Statistik 2020 vor. Dabei zeigt sich, dass die Zahlen bei manchen Delikten stark zurückgegangen sind, was teilweise auch mit der Corona-Pandemie zusammenhängt.

Rückläufig waren mit 51 Prozent vor allem die Einbrüche in Wohnungen (von 1271 auf 652 zurückgegangen). Allgemein ist die Gesamtzahl der Diebstähle deutlich zurückgegangen (von 7559 auf 5109 Fälle). Außerdem hat es keinen Überfall auf eine Bank, einen Juwelier oder einen Werttransport gegeben. Dafür wurden im Vorjahr 980 Führerscheine eingezogen, das sind fast 3 pro Tag.

Die Anzeigen wegen sexueller Gewalt sanken im Vorjahr von 51 auf 37 (-27 Prozent), die mutwilligen Körperverletzungen von 630 auf 439 (-30 Prozent). Und auch sonst gab es etwas weniger Anzeigen wegen verbaler Übergriffe (von 453 auf 440 gesunken, -3 Prozent) .

Schwere Verbrechen wurden nicht weniger

Obwohl die Straftaten in Südtirol im Vorjahr stark zurückgegangen sind, wurden die schweren Verbrechen nicht weniger. So gab es 2020 insgesamt 16 Anzeigen (+3) von Pädopornografie, 4 Tötungsversuche und 22 Tötungsdelikte (unter anderem auch „Mord im Straßenverkehr“) – von denen 3 (+2) effektiv als „Mord“ einzustufen sind.

zett/jot