Das sagte Wladimir Markin von der russischen Ermittlungsbehörde am Dienstag der Agentur Interfax zufolge.Einen Terroranschlag schloss er aus. „Es handelt sich allem Anschein nach um eine technische Katastrophe.“Markin zweifelte an der zunächst verbreiteten Version, dass ein Spannungsabfall vor der Station „Slawjanski Boulevard“ den Unfall verursacht haben könnte. Die Energiewerke der Stadt hätten eine solche Stromschwankung nicht bestätigt.„Wir ermitteln derzeit in alle Richtungen. Ein Defekt am Fahrgestell ist ebenso nicht ausgeschlossen wie eine kaputte Weiche.“Zum Unfallzeitpunkt um 08.39 Uhr (06.39 Uhr MESZ) sei der Zug etwa 70 Kilometer pro Stunde schnell gefahren, sagte Markin. Die Linie bleibe zwei Tage lang geschlossen.Insgesamt 129 Menschen verletzt„19 Menschen sind bei dem Unfall gestorben, zudem erlag eine Frau im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen“, sagte Oleg Salagaj vom Gesundheitsministerium. Insgesamt seien 129 Menschen in Kliniken gebracht worden.Im morgendlichen Berufsverkehr waren in einem Tunnel drei Waggons entgleist. Etwa 1100 Menschen wurden danach auf Metrostationen in Sicherheit gebracht. Bürgermeister Sergej Sobjanin ordnete für diesen Mittwoch öffentliche Trauer in der Hauptstadt an.dpa