Sonntag, 07. August 2016

Zahl der Toten nach Unwetter in Skopje auf mindestens 20 gestiegen

Ein schwerer Gewittersturm mit stundenlangem Starkregen hat in der mazedonischen Hauptstadt Skopje mindestens 20 Menschen in den Tod gerissen.

Foto: © APA/AFP

Das berichtete der stellvertretende Gesundheitsminister Nikola Todorov am Sonntag. Etwa 1.000 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden.

Nach dem Unwetter vom Samstagabend würden aber immer noch Menschen vermisst, wie es von den Behörden hieß. Die Zahl der Verletzten soll nach Medienberichten weit über 100 betragen. Mindestens 30 von ihnen wurden in Krankenhäuser gebracht, einige mit lebensbedrohlichen Verletzungen. Über Skopje und die Stadt Tetovo wurde der Ausnahmezustand verhängt.

„Es waren apokalyptische Szenen“, beschrieben Reporter der örtlichen Zeitung „Telegraf“ die Lage: Autos wurden von der Ringautobahn weggeschwemmt, Hubschrauber suchten das Gelände nach Überlebenden ab. Schlamm, umgeknickte Bäume, herausgebrochene Steine überall. Das Dorf Stajkovci ganz am Stadtrand ist besonders schwer getroffen. „Das waren Szenen wie im Katastrophenfilm“, schrieb das Blatt in seiner Onlineausgabe. Autos und landwirtschaftliche Maschinen seien wie Spielzeug durch das Dorf gespült worden.

Das Unwetter dauerte etwa fünf Stunden. In dieser Zeit seien 93 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, bilanzierten die Meteorologen. Das entspricht rund die Hälfte der durchschnittlichen Niederschlagsmenge für den gesamten Monat August.

apa/dpa/afp

stol