Donnerstag, 12. Dezember 2019

Zahl der vermissten Personen steigt

Am Regierungskommissariat in Bozen hat sich am Donnerstag das Landeskomitee für Öffentliche Sicherheit und Ordnung getroffen. Anlass war der Nationale Tag der vermissten Personen.

Regierungskommissär Vito Cusumano.
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Regierungskommissär Vito Cusumano. - Foto: © Dlife/LO
Dabei hat Regierungskommissär Vito Cusumano aktuelle Zahlen vorgelegt. Demnach ist die Zahl der Vermisstenmeldungen in Südtirol dramatisch angestiegen, von 7 Vermissten im Jahr 2012 auf 218 im Jahr 2018. Im Jahr 2019 wurden bislang 184 Personen als vermisst gemeldet.

Laut Cusumano wurde zuletzt, auch mit Hundestaffeln, noch immer nach 3 Personen gesucht, die vor dem Jahr 2012 als vermisst gemeldet wurden. Auch von 4 Personen, die in den Jahren 2018 und 2019 als vermisst gemeldet wurden, fehle nach wie vor jede Spur.

„In vielen Fällen verlassen Personen ihr tägliches Umfeld und leben vorübergehend bei Freunden in anderen Städten oder Provinzen Italiens“, berichtete Cusumano, „oft flüchten sie aus problematischen Verhältnissen in der Familie“.

Doch auch Urlauber werden vermisst: „Gerade in den Bergen passiert es, dass Wanderer oder Skitourengeher nicht mehr ins Tal zurückkehren. Wenn sie kein GPS-Gerät dabei haben ist es praktisch unmöglich sie zu finden“, so der Regierungskommissär.

stol