Mittwoch, 25. Oktober 2017

Zahl der Waldelefanten in Zentralafrika bricht WWF zufolge stark ein

Die Zahl der Waldelefanten im zentralafrikanischen Kongobecken ist der Tierschutzorganisation WWF zufolge wegen anhaltender Wilderei seit 2008 um etwa zwei Drittel eingebrochen. Einem neuen Zensus zufolge gebe es in Kamerun, im Kongo, in der Republik Kongo, der Zentralafrikanischen Republik und in Gabun nur noch etwa 10 000 Waldelefanten, erklärte der WWF am Mittwoch. Wilderer töten die Dickhäuter oft, um an ihre Stoßzähne aus Elfenbein zu kommen.

Schätzungen zufolge gibt es in Afrika noch gut 415.000 Elefanten.
Schätzungen zufolge gibt es in Afrika noch gut 415.000 Elefanten. - Foto: © shutterstock

Wenn beim Schutz der Waldelefanten nicht in wenigen Jahren eine Trendwende erreicht werde, wäre ihre Zahl so weit dezimiert, dass sie sich nicht mehr aus eigener Kraft erholen könnten, warnte die Afrika-Referentin des WWF Deutschland, Ilka Herbinger.

In Afrika leben an die 415.000 Elefanten

Waldelefanten leben vor allem in Regenwäldern West- und Zentralafrikas. Im Rest des Kontinents sind die wesentlich zahlreicheren afrikanischen Elefanten zuhause. Insgesamt stabilisiert sich die Zahl der Elefanten auf dem Kontinent wieder. Seit 2011 ist die Zahl von Wilderern getöteten Dickhäutern rückläufig, wie das Sekretariat des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (Cites) am Dienstag erklärt hatte. Es sterben demnach jedoch weiterhin mehr Elefanten in Folge von Wilderei als an natürlichen Todesursachen.

Schätzungen zufolge gibt es in Afrika noch gut 415.000 Elefanten, die meisten davon im südlichen Afrika, angeführt von Botsuana. In Asien gibt es demnach rund 50.000 Elefanten.

dpa

stol