Freitag, 31. Juli 2020

Zahlreiche Einsätze für die Bergrettung Meran

Die Bergrettung Meran wurde von Samstag bis zum heutigen Freitag zu zahlreichen Einsätzen gerufen um in Not geratenen Bergsteigern und Wanderern zu helfen. In einem Fall konnte ein Wanderer, ein 52-jähriger Schweizer, am Dienstag nur mehr tot geborgen werden.

Die Bergretter von Meran wurden allein am Samstag zu 5 Einsätzen gerufen.
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Die Bergretter von Meran wurden allein am Samstag zu 5 Einsätzen gerufen. - Foto: © Bergrettung Meran
5 Einsätze am Samstag

Zum ersten Einsatz wurde die Bergrettung kurz vor Mittag gerufen. Eine 55-jährige Südtirolerin war auf dem Weg zur Rötelspitze ausgerutscht. Dabei hatte sie sich unglücklich am Bein verletzt. Fast zeitgleich wurde die Bergrettung zu einem zweiten Einsatz am Klettersteig „Heini Holzer“ gerufen: Dort mussten die Bergretter 2 Wanderern helfen, die nicht mehr weiterkamen.

Kurz vor 13 Uhr wurden die Retter dann zu einem weiteren Einsatz gerufen: Ein Patient hatte einen Krampfanfall erlitten. Aufgrund des schlechten Zustands entschied man sich einen direkten Flug des Notarzthubschraubers zu versuchen, was auch glückte. Die Bergretter hielten sich in Bereitschaft um eventuelle Hilfe zu leisten.

Um 15:25 dann die nächste Alarmierung für die Bergrettung Meran: Auf der Kuhleitenhütte auf Meran 2000 zog sich ein 43-jähriger Österreicher ein Sprunggelenktrauma zu.

Um 18:30 galt es den letzten Einsatz des Tages zu bewältigen: Eine 20-jährige aus Schenna hatte sich ebenfalls eine Sprunggelenkverletzung zugezogen. Der Einsatz konnte nach einer knappen Stunde beendet werden.

Am Dienstag wurden die Meraner Bergretter zu 2 Einsätzen gerufen

Ein 52-jähriger Schweizer war ersten Informationen zufolge im Spronsertal gestürzt. Er war in Begleitung seines minderjährigen Enkels. Dieser hatte den Unfall bemerkt und wollte Alarm schlagen. Aufgrund des schlechten Handyempfangs musste er aber bis zur Hütte absteigen. Dort wurde umgehend die Landesnotrufzentrale alarmiert, welche die Bergrettung Meran und den Notarzthubschrauber Pelikan 1 nach Sprons entsandte. Aufgrund der Aussagen des Minderjährigen entschied man sich einen Direktflug zu versuchen und erst den Arzt an den Unfallort zu bringen. Der Schweizer konnte rasch ausfindig gemacht werden. Trotz aller Bemühungen konnte nur mehr der Tod des Wanderers festgestellt werden. Die Bergrettung kümmerte sich daraufhin um den Angehörigen und organisierte den Abtransport des Verunglückten. Im Einsatz standen neben dem Pelikan und der Bergrettung auch die Notfallseelsorge und die Behörden.

Kurz nach 14 Uhr dann die nächste Alarmierung: Eine 59- jährige Frau aus Meran hatte sich beim Abstieg vom Ifinger an der Hand verletzt und musste von den Helfern geborgen werden.

2 Einsätze am Mittwoch und Donnerstag

Am Mittwoch wurde die Bergrettung Meran erneut auf den Klettersteig „Heini Holzer“ gerufen. Eine 60- jährige Frau aus Rom war aufgrund der warmen Temperaturen nicht mehr in der Lage den Klettersteig fortzusetzen. Die Bergrettung Meran eilte der Person zusammen mit dem Notarzthubschrauber Pelikan 1 zu Hilfe. Ein Bergretter und die Patientin wurden mittels Seilwinde aus dem Klettersteig gehoben und nach Meran geflogen.

Am Donnerstag wurde einer deutschen Touristin, die eine Schulterverletzung erlitten hatte, am Algunder Waalweg Hilfe geleistet. Es standen 4 Bergretter mit einem Einsatzfahrzeug im Einsatz.

Auch am heutigen Freitag wurde die Bergrettung Meran zu Hilfe gerufen

Ein 67-jähriger Mann aus Meran war in Hafling in sehr unwegsamen Gelände ausgerutscht und einen steilen Hang hinabgerutscht. Erst nach 300 Metern konnt er sich an 2 Bäumen festhalten. Der Mann konnte nach einer längeren Suche von den Bergrettern lokalisiert werden. Die Bergretter seilten sich zum Mann ab und nahmen die Erstversorgung vor. Anschließend wurde der Mann vom Notarzthubschrauber Pelikan 3 in das Krankenhaus geflogen. Der Einsatz dauerte etwa 3 Stunden.

Zeitgleich wurde die Bergrettung Meran zu einem weiteren Einsatz nach Oberplatzer in Algund gerufen. Ein Mann fühlte sich nach ersten Informationen nicht wohl. Noch auf der Anfahrt konnte aber Entwarnung gegeben werden, denn er erreichte eigenständig die nahe Straße und wurde dort von Bekannten abgeholt.


jot

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