<BR />Der Sprecher des Houthi-Gesundheitsministeriums erklärte laut der Nachrichtenagentur SABA, die saudi-arabische Luftwaffe habe den Markt in der Stadt Al-Wasiyya mit mehreren Angriffen getroffen. Zunächst hatte die Miliz 20 Tote und zehn Verletzte gemeldet. Das Ministerium erklärte, Rettungskräfte suchten weiter nach Leichen unter den Trümmern. Houthi-Militärsprecher Yahya Saree behauptete, das angreifende Flugzeug sei von einem Stützpunkt im saudi-arabischen Khamis Mushait gestartet.<BR />Die jemenitischen Regierungstruppen warfen dagegen der Houthi-Miliz einen Raketenangriff auf den Markt vor und sprachen von einem „Kriegsverbrechen“. Auch die Behörden in Taiz bestritten, dass es dort Luftangriffe gegeben habe.<h3> Wichtiger Kampfschauplatz</h3>Die Provinz Taiz ist ein wichtiger Schauplatz der Kämpfe im Jemen. Die Houthis haben die gleichnamige Provinzhauptstadt seit Anfang Oktober umzingelt und blockieren die Straße nach Aden, dem Sitz der international anerkannten Regierung. Nach Angaben des Auswärtigen Amts sind in Taiz mehr als 800.000 Menschen eingeschlossen, Lebensmittel und Medikamente würden knapp.<BR /><BR />Dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) war es am Mittwoch nach eigenen Angaben erstmals seit Wochen wieder gelungen, medizinische Hilfsgüter in die Stadt zu bringen. Die Houthis hatten im September eine Offensive im Westen des Landes begonnen und dabei auch ihre Kontrolle über die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab verstärkt.<h3> Kämpfe wieder aufgeflammt</h3>Nach vier Jahren relativer Ruhe waren die Kämpfe zwischen der vom Iran unterstützten Miliz und den Regierungstruppen im Juli wieder aufgeflammt. Eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition greift seither regelmäßig Houthi-Stellungen an. Die Miliz wiederum attackiert immer wieder Ziele in Saudi-Arabien, darunter Flughäfen, Ölanlagen und militärische Einrichtungen.<BR /><BR />Die saudi-arabisch geführte Koalition meldete am Freitag die Abwehr einer Drohne in der Region der für Muslime heiligen Stadt Mekka, ohne Angaben zu deren Herkunft zu machen. Am Donnerstag hatte sie nach eigenen Angaben eine Houthi-Rakete in der Region Medina abgefangen. Die Houthis wiesen diesen Vorwurf als „Verleumdung“ zurück und bestreiten, die heiligen Städte anzugreifen.