Donnerstag, 27. Juni 2019

„zebra.-Academy“: Für eine Zukunft in Südtirol

Am Donnerstagvormittag stellte die „Organisation für Eine solidarische Welt“ (OEW) zusammen mit dem Rotary Club Bozen das Projekt „zebra.-Academy“ vor. Dabei sollen junge Einwanderer fit für die Arbeitswelt gemacht werden.

Badge Local

Mit dem Projekt „zebra.-Academy“ sollen 15 junge Einwanderer die Möglichkeit erhalten, sich in den Südtiroler Arbeitsmarkt zu integrieren.

Viele der Migranten arbeiten bereits für die Straßenzeitung „zebra.“, die 2014 erstmals erschienen ist und monatlich rund 13.000 Stück verkauft. Mit dieser Tätigkeit erzielen die Zugewanderten einen monatlichen Erlös von 300 Euro. Begleitet werden sie dabei von einem Street-Worker der OEW.

Dieser Verkauf ersetze jedoch keinen festen Arbeitsplatz, sondern diene als Vorbereitung für den Schritt in die Arbeitswelt, sagt Alessio Giordano, OEW Streetworker für die Straßenzeitung „zebra.“. Dieser Schritt bleibe aber meistens aus.

Landessprachen, Rechte und Pflichten erlernen

„Genau hier setzt das Projekt ‚zebra.-Academy‘ an; 15 jungen Einwanderern wird eine Chance geboten sich durch Schulungen, die sich über eineinhalb Jahre erstrecken, alle wichtigen Kenntnisse anzueignen, um danach berufstätig zu sein“, erklärt Matthäus Kircher, Geschäftsführer der OEW. Die ersten Kurse starten bereits im Juli.

Nach Rücksprache mit lokalen Unternehmern seien vor allem Arbeitskräfte im Bereich Tourismus und Handwerk gesucht. Die Grundkenntnisse der beiden Landessprachen sowie ein Rechte- und Pflichtbewusstsein seien dabei unbedingt erforderlich, betonte auch Vittorio Valorzi, Präsident des Rotary Club Bozen, auf der Pressekonferenz in Bozen.

Bestmögliche Vorbereitung

Genau diese nötigen Grundkenntnisse sollen den Zugewanderten in der eineinhalbjährigen Schulung in Brixen mit auf den Weg gegeben werden. Sie werden auch Kurse zur Arbeitssicherheit und zur Ersten Hilfe absolvieren, um bestmöglichst auf den Einstieg in die Arbeitswelt vorbereitet zu sein.

Großer Wert wird auf die Sprachkurse gelegt, die 2 Mal in der Woche in Brixen stattfinden. Zuerst werden die Teilnehmer die deutsche Sprache erlernen, da diese im lokalen Handwerk und Hotelgewerbe stärker gefragt ist.

Finanziert wird das Projekt, dessen Gesamtkosten sich auf 30.000 Euro belaufen, von der Rotary Organisation. Dazu gehören die Rotary Foundation, Rotary-Distrikts 2060 und der Rotary Clubs Bozen, Meran, Brixen und München Schwabing.

stol/jno

Einen Moment Bitte - das Video wird geladen

stol