Donnerstag, 01. Oktober 2015

Zehn Tote bei Schüssen an US-College - Schütze tot

Bei einer Schießerei an einer Hochschule im Westen der USA sind am Donnerstag zehn Menschen getötet worden.

Die Angehörigen der Schüler müssen bangen und abwarten.
Die Angehörigen der Schüler müssen bangen und abwarten. - Foto: © APA/EPA

Erneut ist eine Hochschule in den USA Schauplatz einer Bluttat geworden: Ein Mann schoss am Donnerstagvormittag (Ortszeit) am College der Kleinstadt Roseburg im US-Staat Oregon um sich und tötete mindestens zehn Menschen. Der Fernsehsender NBC berichtete unter Berufung auf Angaben aus dem Justizministerium bereits von 13 Toten.

Der 20-jährige Täter wurde Behörden zufolge von Polizisten erschossen. In anderen Berichten ist der Schütze 26 Jahre alt.

Die Motive sind noch unklar

Die ersten Schüsse im Umpqua Community College (UCC) fielen laut Polizei gegen 10.30 Uhr (Ortszeit). Die Motive und Hintergründe der Tat waren zunächst noch unklar. Eine Augenzeugin erzählte einer Lokalzeitung, der Täter habe seine Opfer aufgefordert, sich auf den Boden zu legen. Dann mussten sie aufstehen. Daraufhin habe der Schütze sie nach ihrer Religion gefragt, dann aber wahllos das Feuer eröffnet.

Örtliche Medien berichteten, der Täter sei im College von Saal zu Saal gegangen und habe systematisch auf seine Opfer geschossen. Der Schütze habe möglicherweise vor seiner Tat eine Online-Botschaft verbreitet.

Polizei und Feuerwehr befanden sich im Großeinsatz, das Gelände der Hochschule wurde abgesperrt. Die Studenten und das Fakultätspersonal wurden per Bus in Sicherheit gebracht. Die Polizei kontrollierte die Studenten beim Verlassen des Geländes und fahndete nach möglichen Komplizen oder Waffen.

apa/dpa/reuters/afp

stol