Samstag, 27. März 2021

Eine Stunde weniger Schlaf: Am Sonntag beginnt die Sommerzeit

In der Nacht auf Sonntag wird auf die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) umgestellt. Um 2 Uhr sollten alle Funkuhren auf 3 Uhr springen, an den anderen muss händisch gedreht werden. Auf die Normalzeit (MEZ) wird am letzten Wochenende im Oktober zurückgewechselt. Und wie es mit der Zeitumstellung in der EU weitergeht, ist nach wie vor völlig unklar.

Am letzten Märzwochenende wird auf Sommerzeit umgestellt. - Foto: © APA / HERBERT PFARRHOFER
Pünktlich um 2.00 Uhr am frühen Sonntagmorgen wird der Zeiger auf 3.00 gerückt. Bis Ende Oktober gilt dann die Sommerzeit. Die Folge: Frühaufsteher müssen morgens länger auf die ersten Sonnenstrahlen warten, abends ist es dafür länger hell.

In den meisten europäischen Ländern wird am Wochenende an der Uhr gedreht. Island ist eine Ausnahme.

In der EU sollte das halbjährliche Ritual jedoch schon länger Geschichte sein. Bei einer EU-weiten Online-Umfrage hatten sich 84 Prozent der Teilnehmer für die Abschaffung der Zeitumstellung ausgesprochen. Die EU-Kommission hatte daraufhin vorgeschlagen, den Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit abzuschaffen.

2018 hatte der damalige EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker somit verkündet: „Die Zeitumstellung gehört abgeschafft.“ Erst war davon die Rede, 2019 zum letzten Mal in der Zeit zu springen, dann hieß es 2021 soll Schluss sein mit dem Drehen an dem Zeiger.

Und jetzt liegt der Ball bei den 27 EU-Mitgliedstaaten. Sie müssen sich einigen, ob sie dauerhaft Sommer- oder Winterzeit wollen. Aber bislang gibt es zu der Frage keine Fortschritte. Ob und wenn ja wann die Zeitumstellung abgeschafft wird, ist derzeit ungewiss.






dpa/apa/stol