Freitag, 19. August 2016

Zerstörerische Naturgewalten in den USA toben weiter

Was sich derzeit im US-Staat Louisiana abspielt, ist nach Einschätzung des Roten Kreuzes die schlimmste Naturkatastrophe, die die USA nach Hurrikan Sandy im Jahr 2012 heimgesucht hat. Ganze Landstriche stehen unter Wasser. Es sei eine epische Katastrophe, sagte ein Sprecher des Roten Kreuzes.

Vom Wasser zu Tränen getrieben: Eine Frau weint um ihr Heim in Louisiana.
Vom Wasser zu Tränen getrieben: Eine Frau weint um ihr Heim in Louisiana. - Foto: © APA

In Kalifornien toben unterdessen weiter riesige Busch- und Waldbrände. Weit mehr als 80.000 Menschen mussten nach Angaben der Behörden in Sicherheit gebracht werden. Der starke Wind verschärft die Lage, er nährt viele Feuer immer wieder aufs Neue.

Es ist nicht das erste Mal, dass Louisiana so hart getroffen wird, dass weite Teile des US-Staates bis zu einem halben Meter unter Wasser stehen. Die Bilder aus Baton Rouge und den tiefer gelegenen Gebieten erinnern an jene nach dem Hurrikan Katrina aus dem Jahr 2005. Allerdings kamen damals offiziell mehr als 1.800 Menschen ums Leben, 2016 sind es bisher 13.

Anders als damals spielt das Thema in den US-Nachrichten kaum eine Rolle. Die verheerende Lage wird von führenden Vertretern des Staates als historisch und beispiellos bezeichnet. Dennoch werden die Nachrichten, wenn sie sich mit dem Wetter befassen, von den Bränden in Kalifornien dominiert, dem bildstärkeren Thema. Daneben gibt es praktisch nur den tobenden US-Wahlkampf und die Olympischen Spiele. „Die Katastrophe, von der keiner spricht“, schreibt „USA Today“.

apa/dpa

stol