Bei der heutigen Sitzung der Landesräte stand das Thema wieder ganz oben auf der Tagesordnungsliste. Es gebe noch einiges zu tun, unterstrich Landeshauptmann Luis Durnwalder, der Südtirol als Klimaland im Visier hat. Klimaplan: Konkrete Ziele bis 2050Ein Klimaplan soll dies richten: „Wir haben heute konkrete Ziele gesetzt, die wir bis zum Jahr 2050 erreichen wollen“. Prinzipiell gilt: Zukünftig soll (noch) weniger fossile Energie, dafür (noch) mehr Alternativ-Energie zum Einsatz kommen. Das langfristige Ziel der Landesregierung: „Wir wollen in der Energieversorgung völlig unabhängig sein. Dabei gilt: Unsere Energie muss sicher und sauber sein“, unterstrich Durnwalder. Energieagentur kommtEin weiterer Schritt in Richtung Klimaland Südtirol solle durch die Einsparung von Energie erfolgen. Anreiz zum Energiesparen sollen dabei nicht nur Förderungsmaßnahmen, wie Geld- und Kubaturbonus, schaffen. Auch weitreichende Sensibilisierungskampagne müssten her - damit jeder am Energiestrang ziehe. „Nur mit Gesetzen geht das nicht. Jeder von uns muss mithelfen und seinen Beitrag leisten“, forderte Durnwalder. Um dies zu erreichen will die Landesregierung eine Energieagentur einrichten, die vor allem die 116 Gemeinden Südtirols und deren Bürger in Energiefragen beraten soll. CO2-Ausstoß: 1,5 Tonnen sind das Ziel Weiter eingeschränkt werden soll auch der Kohlendioxid-Ausstoß pro Einwohner. Liegt dieser – laut Durnwalder – derzeit bei fünf Tonnen, soll er bis 2050 auf 1,5 Tonnen pro Einwohner im Jahr gesenkt werden. Klimabündnis: Ja, aber...Das Klimabündnis der Gemeinden will das Land nicht um jeden Preis aufrechterhalten. Waren einst 95 der 116 Südtiroler Gemeinden Teil des Klimabündnisses, sind es heute nur mehr 35. „Wir stehen weiter hinter dem Klimabündnis. Das Land wird aber nicht an die Stelle der Gemeinden treten und deren Verpflichtungen übernehmen“, betonte Landeshauptmann Durnwalder. „Wenn die Gemeinden der Meinung sind, dass es überholt ist, dann wird auch das Land Konsequenzen ziehen.“stol