Dienstag, 06. August 2019

Zillertaler Waffensammler zu Geldstrafe verurteilt

Ein 68-Jähriger aus dem Nordtiroler Zillertal ist am Dienstag am Innsbrucker Landesgericht wegen unerlaubten Waffenbesitzes und Waffenhandels zu einer unbedingten Geldstrafe von 7.200 Euro verurteilt worden.

Ein 68-Jähriger aus dem Tiroler Zillertal ist am Dienstag am Innsbrucker Landesgericht wegen unerlaubten Waffenbesitzes und Waffenhandels zu einer unbedingten Geldstrafe von 7.200 Euro verurteilt worden.
Ein 68-Jähriger aus dem Tiroler Zillertal ist am Dienstag am Innsbrucker Landesgericht wegen unerlaubten Waffenbesitzes und Waffenhandels zu einer unbedingten Geldstrafe von 7.200 Euro verurteilt worden. - Foto: © shutterstock

Er hatte vergangenen November eine Maschinenpistole an 2 Bayern verkauft. Bei einer Hausdurchsuchung fanden Ermittler schließlich über 100 Schusswaffen, darunter auch Kriegsgerät.

Das Urteil war laut Medienberichten vorerst nicht rechtskräftig. In Bayern waren 2 Männer verhaftet worden, da sie eine nicht registrierte Maschinenpistole bei sich hatten. Die Spur führte schließlich mithilfe des Navigationsgerätes der Bayern ins Zillertal, wo die Polizei bei einer Hausdurchsuchung über 100 Schusswaffen, darunter auch neun Verbotene, 200 Kilogramm Munition und Schalldämpfer vorfand. Neben einem Panzerabwehrrohr wurde auch Kurioses gefunden, wie ein schießender Kugelschreiber oder ein Spazierstock mit Stilett. Etwa 40 Waffen und 58.000 Euro wurden beschlagnahmt.

Abseits des unerlaubten Waffenbesitzes war der 68-Jährige – der keinen Waffenpass besitzt – bisher aber unbescholten. Er legte im Prozess ein Geständnis ab. Der Angeklagte gab an, dass das beschlagnahmte Geld nicht aus Waffenverkäufen stamme, sondern lediglich seine Ersparnisse seien.

Die bisherige Unbescholtenheit sowie das Geständnis des Mannes wurden als mildernd gewertet, daher verzichtete der Richter auf die Verhängung einer Haftstrafe. Ebenso das Alter des Angeklagten habe beigetragen, dass der Mann mit einer Geldstrafe davonkommt. Der Zillertaler nahm das Urteil sofort an, die Staatsanwaltschaft gab hingegen vorerst keine Erklärung ab.

apa

stol