Ein staatlicher Bericht stuft Südtirol als gefährdet ein: Wie lange bleibt das Land noch weiße Zone?<BR /><BR /><BR /><BR />Kein Zeichen der Entspannung in Südtirol: An den beiden Tagen des Wochenendes wurden 14.450 Tests ausgewertet, davon waren 1450 PCR-Tests. Die 141 Neuinfektionen setzten sich aus 83 positiven PCR-Tests und 58 positiven Antigentests zusammen. Entsprechend hoch fiel mit 5,72 die Positivitätsrate bei den PCR-Tests aus. Im Verhältnis zum Freitag (100) wurde eine leicht rückläufige 7-Tage-Inzidenz mit einem Wert von 95 registriert.<BR />In den Krankenhäusern werden derzeit 30 Covid-Patienten betreut, davon 7 intensivmedizinisch. Das sind mehr als doppelt so viele Corona-Patienten wie vor einem Monat (14) und mehr als dreimal so viele wie vor 2 Monaten (9). Es kam kein weiteres Corona-Todesopfer hinzu.<BR /><BR /><b>Zum Glück „ältere“ Zahlen</b><BR /><BR />Auch sonst hat Südtirol noch Glück! Die ganz aktuellen Zahlen arbeitete das Istituto Superiore di Sanità (ISS) in Rom in den am Freitag veröffentlichten Wochenbericht noch gar nicht ein. Sonst wäre er aus Südtiroler Sicht wohl noch schlechter ausgefallen. Das ISS berücksichtigt die Daten im Zeitraum bis Donnerstag, am Freitag folgt die Wochenanalyse, die wesentlich darüber entscheidet, ob eine Region ihren Gefahrenstatus in Sachen Infektionen behält, verliert oder verbessert. Diese Änderung tritt dann am Montag – diesmal am heutigen 13. September – in Kraft. <BR /><BR />Nichts ändern wird sich in der nächsten Woche für Sizilien, das weiterhin als einzige Region in Italien in der gelben Zone bleibt. Dorthin müssten auch Sardinien und Kalabrien übersiedeln, vor allem wegen der Zunahme bei den Neuinfektionen; bei der Belegung der Krankenhausbetten mit Covid-19-Patienten stehen diese Regionen aber halbwegs gut da, sie bleiben also noch im weißen Bereich – zumindest bis 19. September. <BR /><BR /><b>Eine deutliche Warnung</b><BR /><BR />Auch Südtirol hängt noch gewissermaßen an der Covid-19-Klippe – und wird heute noch nicht Farbe wechseln. Als einzige Region erhält das Land aber einen Warnhinweis („allerta“), und zwar wegen der ansteigenden Inzidenz (von 64 auf 74, mittlerweile auf 100) und der steigenden Patientenzahl in den Krankenhäusern (auf Intensivstation: + 6,2 Prozent; auf Normalstation: + 7,4 Prozent). Bei beiden Spital-Zahlen nähert sich Südtirol eindeutig der roten Linie, die eine Einstufung als gelbe Zone zur Folge hat. <BR /><BR />Das Endergebnis der Rechnerei: Südtirol gilt als Gebiet mit „moderatem Risiko“, diese Plakette erhalten übrigens auch die Lombardei und Friaul-Julisch-Venetien. Die gute Nachricht: In der Vorwoche waren nicht weniger als 17 Regionen in dieser Einstufung aufgelistet, was auf eine leichte Entspannung der Lage hindeuten könnte. <BR /><BR /><b>Regeln in der gelben Zone</b><BR /><BR />Was passiert aber, wenn das ISS in der kommenden Woche die aktuellen und damit schlechteren Zahlen aus Südtirol einrechnet und die Ampel dann tatsächlich auf Gelb umschaltet? <BR />Vorerst nicht allzu viel. Die staatlichen Bestimmungen sehen keine besondere Verschärfung der Corona-Maßnahmen vor. Das sichtbarste Zeichen für das erhöhte Risiko ist die grundsätzliche <b>Maskenpflicht im Freien</b>. Die ungeliebte nächtliche <Fett>Ausgangssperre</Fett>, die im Juni abgeschafft wurde, steht vorerst nicht auf dem Programm und dürfte auch nicht so schnell zurückkehren. In schlechter Erinnerung aus Lockdown-Zeiten ist vielen die <Fett>Einschränkung der Bewegungsfreiheit</Fett>, etwa bei Fahrten in andere Gemeinden oder Regionen; in der gelben Zone ist auch diese ungeliebte Maßnahme nicht vorgesehen. <BR /><BR />Zurück zu einer alten Regeln heißt es aber in der <Fett>Gastronomie</Fett>, wo im Inneren eines Lokals nur noch 4 Personen an einem Tisch Platz nehmen dürfen – es sei denn, es handelt sich um Menschen, die in einem Haushalt zusammenleben. Auch an den Regeln für den <b><Fett>Grünen Pass</Fett></b> ändert sich im gelben Status nichts. Der Pass bleibt Eintrittskarte zum Beispiel für Bar, Restaurant, Theater und Kino – sowie Voraussetzung für die Arbeit in mehreren Sektoren.<BR /><BR />Neue Spielregeln bringt die gelbe Zone schließlich im Bereich <b>Sport</b>. Das aktuelle Dekret der Regierung sieht vor, dass bei sportlichen Veranstaltungen maximal 25 Prozent der genehmigten Zuschauerplätze vergeben werden dürfen; im Freien gilt eine Obergrenze von 2500 Zuschauern, in Innenräumen dürfen maximal 1000 Fans die sportlichen Wettbewerbe mitverfolgen. <BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />