Donnerstag, 25. August 2016

Zivilschutz: Jetzt 241 Tote bei Erdbeben in Italien

Bei dem Erdbeben in Italien sind nach einer vorläufigen Bilanz des Zivilschutzes mindestens 241 Menschen ums Leben gekommen. Die Behörde korrigierte die bisherige Zahl von 247 damit am Donnerstag nach unten.

Den ganzen Tag und die ganze Nacht lang haben Freiwillige in den Trümmern nach Überlebenden gesucht.
Den ganzen Tag und die ganze Nacht lang haben Freiwillige in den Trümmern nach Überlebenden gesucht. - Foto: © APA/AFP

In der Gegend um Arquata seien 46 statt 57 Tote gezählt worden. In den Gemeinden Amatrice und Accumoli stieg die Zahl von bisher 190 auf 195 Tote.

Die ganze Nacht lang suchten die Einsatzkräfte in der Dunkelheit mit Hilfe von Spürhunden und Taschenlampen weiter nach Lebenszeichen.

250 Nachbeben - Viele Kinder unter den Toten

Das Hauptbeben der Stärke 6,2 hatte sich in der Nacht zum Mittwoch in den Regionen Latium, Umbrien und den Marken ereignet. Seither gab es nach Angaben des Nationalen Instituts für Geophysik und Vulkanologie etwa 250 Nachbeben.

Teilweise seien sie so stark gewesen, dass in den betroffenen Gebieten erneut Gebäude gewankt hätten. Es handelt sich um die schwersten Erdstöße seit Jahrzehnten in dem Stiefelstaat.

Unter den Opfern waren viele Kinder, in manchen Familien gab es mehrere Tote.

10-Jährige lebend geborgen

Aber es gab auch gute Nachrichten: So wurde am frühen Abend in Pescara del Tronto ein zehnjähriges Mädchen nach fast 16 Stunden aus den Trümmern ihres Hauses gerettet. Hunde hätten sie aufgespürt, hieß es. „Als wir sie lebend gefunden haben, war die Freude riesengroß“, sagte Feuerwehrsprecher Danilo Dionisi.

Regierungschef Matteo Renzi hatte die Katastrophen-Region am Abend besucht. Italien stehe solidarisch zusammen, um die großen Herausforderungen zu meistern. Am Donnerstag war ein Treffen des Ministerrats in Rom geplant, um das weitere Vorgehen zu beraten. In der Region soll der Notstand ausgerufen werden.

Wie viele Menschen noch verschüttet sind, war unklar.

dpa

stol