Samstag, 09. November 2019

Zivilschutzstatus wieder auf Normalzustand zurückgestuft

Seit Samstag um 12 Uhr gilt wieder der Zivilschutzstatus Normalzustand: Dies hat die Bewertungskonferenz im Landeswarnzentrum in der Agentur für Bevölkerungsschutz soeben beschlossen.

Der Zivilschutzstatus wurde wieder auf den Normalzustand zurückgestuft.
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Der Zivilschutzstatus wurde wieder auf den Normalzustand zurückgestuft. - Foto: © DLife

Das Niederschlagsereignis ist wie vorhergesehen eingetreten und nun am Ausklingen, das Wetter lockert vom Westen her auf.

Deshalb wurde nach eingehender Analyse der Situation im Landeswarnzentrum in der Agentur für Bevölkerungsschutz von Vertretern des Landeswetterdienstes, des Lawinenwarndienstes, des Bereichs Hydrographie des Hydrographischen Amtes, der Wildbachverbauung, der Landesforstabteilung, des Landesamtes für Geologie, der Berufsfeuerwehr und der Landesverkehrsmeldezentrale die Entscheidung getroffen, den Zivilschutzstatus ab Samstagmittag wieder auf den Normalzustand Zero herunterzufahren.

Niederschlagsmenge unter dem erwarteten Wert

Die Niederschlagsmenge blieb geringer als vorausgesagt: In den vergangenen Tagen wurden im Großteil des Landes 20 bis 30 Millimeter Niederschlag pro Quadratmeter gemessen, in den Südstaulagen waren es zwischen 30 und 40 Millimeter, fasst Landeswetterdienst-Koordinator Günther Geier zusammen.

Die Schneefallgrenze sank im Passeiertal bis auf 600 Meter Meereshöhe.

Die Niederschläge klingen nun ab, für Sonntag ist viel Sonnenschein zu erwarten.

Bei den Pegelständen hat sich laut dem Bereich Hydrographie des Hydrographischen Amtes in den vergangenen Tagen kaum etwas getan, einzig in den Gräben im Unterland waren Pegelanstiege zu verzeichnen.

Der reguläre Lawinenlagebericht ist erzeit noch nicht aktiviert, in dem Blog, den der Lawinenwarndienst des Landes auch außerhalb der Saison betreibt, wird aber darauf hingewiesen, dass sich die Situation derzeit als gefährlich für eventuelle Skitouren darstellt.

Keine Schäden zu verzeichnen

Von den Vertretern der Wildbachverbauung und der Forstabteilung wurden bei der Bewertungskonferenz keinerlei Schäden im Zusammenhang mit dem Niederschlagsereignis gemeldet.

Die Landesgeologen wurden zu 2 Einsätzen gerufen: zu einem Steinschlag in Bundschen im Sarntal sowie zu einem Erdrutsch im Brantental bei Leifers, der zu einer Sperrung der Straße führte.

Derzeit wird dort ein Lokalaugenschein mit Hubschrauber durchgeführt.

In den kommenden 48 Stunden ist weiterhin mit Erdrutschen oder Steinschlägen zu rechnen, da die Böden wassergesättigt sind und deshalb in Bewegung geraten können.

Die Berufsfeuerwehr war am Freitag und am heutigen Samstag bei 2 Steinschlägen am Rafensteinerweg in Bozen im Einsatz.

lpa