Mittwoch, 09. Dezember 2020

Zivilschutzstatus wird von Voralarm auf Aufmerksamkeit rückgestuft

Die Bewertungskommission im Landeswarnzentrum hat am Mittwoch (9. Dezember) beschlossen, den Zivilschutzstatus von Voralarm (Bravo) auf Aufmerksamkeit (Alfa) zu senken, da Ereignisse und Einsätze nachlassen.

Die Bewertungskommission im Landeswarnzentrum hat beschlossen, den Zivilschutzstatus von Voralarm (Bravo) auf Aufmerksamkeit (Alfa) zu senken.
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Die Bewertungskommission im Landeswarnzentrum hat beschlossen, den Zivilschutzstatus von Voralarm (Bravo) auf Aufmerksamkeit (Alfa) zu senken. - Foto: © LPA/Maja Clara
„Die Anzahl der Ereignisse und damit einhergehend der Einsätze hat abgenommen, außerdem haben die Niederschläge nachgelassen, es zeichnet sich eine Beruhigung der Lage ab“, erklärt der Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz Rudolf Pollinger.

Die Bewertungskommission im Landeswarnzentrum der Agentur für Bevölkerungsschutz hat am Mittwoch die Situation aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und bewertet und beschlossen, den Zivilschutzstatus von Voralarm (Bravo) auf Aufmerksamkeit (Alfa) zu setzen, fasst der Vorsitzende der Kommission und Direktor des Landeswarnzentrums Willigis Gallmetzer zusammen.



Weiterhin Vorsicht geboten

Nach wie vor sind aber Rutschungen, Steinschlägen, Schneerutschungen unterhalb von 2200 Meter sowie Lawinen möglich, weshalb nach wie vor Vorsicht geboten ist, vor allem bei Aufenthalten im freien Gelände. Viele Haushalte sind nach wie vor ohne Strom, an der Öffnung der Verkehrswege wird weiterhin vor mit Hochdruck gearbeitet.

Lawinengefahr hoch

Die Lawinengefahrenstufe bleibt im Osten des Landes unterhalb von 2200 Metern mit der vorletzten Stufe 4 der fünfteiligen Skala hoch, in den übrigen Landesteilen gilt Lawinengefahrenstufe 3.

In täglichen Sitzungen analysiert die Bewertungskommission seit dem 3. Dezember im Landeswarnzentrum die Lage aus verschiedenen Bereichen: Neben dem Bevölkerungsschutz und dem Landeswarnzentrum geben Vertreter des Landesamtes für Meteorologie und Lawinenwarnung, des Amtes für Hydrologie und Stauanlagen, der Wildbachverbauung, des Zivilschutzes, der Landesforstabteilung, des Landesamtes für Geologie, der Berufsfeuerwehr, der Landesverkehrsmeldezentrale, der Landesnotrufzentrale und des Landesstraßendienstes ihre Bewertung ab, zum Teil via Videokonferenz.

Zahlreiche Einsatzkräfte und der Straßendienst sind landesweit noch im Einsatz und kümmern sich beispielsweise um die Aufräumarbeiten nach den Unwettern. In der Nacht auf Mittwoch wurden 150 Feuerwehrleute von 13 Freiwilligen Feuerwehren zu rund 20 Einsätzen gerufen.

lpa/stol