Ein internationales Expertengremium unter der Leitung der Stiftung IRCCS Ca’ Granda-Milano und der Clinica Mangiagalli hat sich dieser Herausforderung angenommen. Ziel ist es, Leitlinien zu entwickeln, die eine optimale gesundheitliche Überwachung von Mutter und Fötus sicherstellen.<BR /><BR />Das Projekt wird durch die Burgstaller Anton-Schär-Stiftung unterstützt, die sich für wissenschaftliche Forschung und kulturelle Initiativen im Bereich Spezialernährung engagiert. Im Fokus stehen dabei die Nährstoffbedürfnisse von Frauen mit Zöliakie, die sich glutenfrei ernähren. Diese Ernährung erfordert nicht nur den Verzicht auf Gluten, sondern eine sorgfältige Anpassung der Ernährungsweise, um eine ausgewogene Versorgung mit Mikronährstoffen wie Eisen, Kalzium, Folsäure, Omega-3-Fettsäuren und B-Vitaminen zu gewährleisten.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1118178_image" /></div> <BR /><BR />„Eine glutenfreie Ernährung bedeutet nicht nur, herkömmliche Produkte durch glutenfreie zu ersetzen. Sie muss an die individuellen klinischen und persönlichen Bedürfnisse angepasst werden, insbesondere in Phasen erhöhten Bedarfs wie einer Schwangerschaft“, erklärt Dr. Luca Elli, Leiter des Zentrums für Prävention und Diagnose von Zöliakie an der Poliklinik Mailand, in einer Aussendung. Besonders wichtig sei es, Mangelerscheinungen zu vermeiden, die mit einer unausgewogenen glutenfreien Ernährung und mangelnder Therapietreue verbunden sind.<h3> Ernährung schon vor der Empfängnis entscheidend</h3>Prof. Irene Cetin, Direktorin der Geburtenabteilung an der Poliklinik Mailand, betont die Bedeutung einer optimierten Ernährung bereits in der präkonzeptionellen Phase: „Eine glutenfreie Ernährung sollte reguläre embryonale Entwicklung und Plazentation fördern und Entzündungswerte senken, ohne die Werte gesättigter Fettsäuren und Zucker zu steigern.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1118181_image" /></div> <BR /><BR />Das internationale Projekt verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Frauen mit Zöliakie sollen bereits bei Kinderwunsch eine optimierte Ernährungsberatung erhalten. Während Schwangerschaft und Stillzeit wird der Ernährungsstatus kontinuierlich kontrolliert. Informationsmaterial soll Frauen bei der bewussten Gestaltung ihrer Ernährung unterstützen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1118184_image" /></div> <BR /><BR />Für Jacqueline Pante, Vertreterin des Verwaltungsrates der Anton-Schär-Stiftung, ist dieses Projekt ein Schlüsselvorhaben: „Wir wollen durch Forschung und Kooperation die Lebensqualität von Menschen mit speziellen Ernährungsbedürfnissen nachhaltig verbessern.“ Die Stiftung engagiert sich weltweit in Forschungsprojekten, etwa mit der Charité Berlin zur Verbesserung der Diagnostik refraktärer Zöliakie oder der Fachhochschule Münster zur Erforschung der ketogenen Diät.<BR /><BR />Mit dem aktuellen Projekt hofft die Stiftung, einen entscheidenden Beitrag zur Schließung von Betreuungslücken zu leisten und Frauen mit Zöliakie eine sichere Schwangerschaft zu ermöglichen. „Effektive Partnerschaften können einen echten Unterschied machen“, betont Pante abschließend.